Jetzt gibt es sogar einen Stollen-Song

Weihnachtsengel Nele Fülling (16) singt den Stollensong.
Weihnachtsengel Nele Fülling (16) singt den Stollensong.

Von Torsten Schilling

Grünhainichen - Die erzgebirgischen Stollenbäcker holen sich himmlischen Beistand, um ihren Absatz anzukurbeln. 16 Jahre jung und süß wie die pfundigen Backwaren: Stollenengel Nele Fülling aus Ansprung hat die Saison eröffnet.

„Ich mag Rosinenstollen“, sagte die Gymnasiastin. Sie stimmte in der Bäckerei von Steffen Vieweger (42) in Grünhainichen das Weihnachtslied „Alle Jahre wieder“ an - mit leicht verändertem Text.

An ihren Flügeln sollen sich Liebhaber des Naschwerks aus nah und fern ein Beispiel nehmen, hofft der Stollenverband Erzgebirge und startet einen Fotowettbewerb.

„Bis 18. Dezember können Selfies mit Engelsflügeln gepostet werden“, sagt Verbandspräsidentin Karin Seifert (34). „Wer die meisten Likes erhält, gewinnt. Die besten Arbeiten werden auf YouTube veröffentlicht.“

Die Bastelanleitung gibt’s online. Dem 2011 gegründeten Verband gehören 21 Bäckereien an. Pro Jahr werden 40 000 Stück mit dem Signet „Weihnachtsstollen“ (ein drei Pfund schwerer kostet gut 20 Euro) verkauft, so Geschäftsführer Ralph Schweigert (44).

„Wir sehen uns aber nicht als Konkurrenz zum Dresdner Christstollen.“ Dem Verband gehören 130 Bäcker und Konditoreien an (www.originalstollen.de).

Trotzdem legen die Erzgebirger mit ihrem ersten Stollenengel eins nach. Dresden hat sein Stollenmädchen und Thüringen seine Stollenkönigin. Einfach pfundig.

Zu einem Fast-Aufeinandertreffen der sächsischen Gilden kommt es Anfang Dezember. Am 4. Dezember verkostet Ministerpräsident Stanislaw Tillich (56, CDU) in der Staatskanzlei den Weihnachtsstollen aus dem Erzgebirge.

Der Dresdner Christstollen wird am 5. Dezember auf dem Striezelmarkt angeschnitten.

Die Gymnasiastin mag besonders Rosinenstollen.
Die Gymnasiastin mag besonders Rosinenstollen.

Fotos: Uwe Meinhold


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