Stolze Mutter lässt Sohn (6) bei 130 km/h hinters Steuer

Tatarstan (Russland) - Die dreifache Mutter Agina Altynbayeva (29), filmte stolz, wie ihr kleiner Sohn (6) Anfang November mit Tempo 130 über eine Autobahn in Russland heizte und veröffentlichte das Video auf Social Media. Neben einem ordentlichen Shitstorm bekam sie jetzt auch noch Ärger mit der Polizei.

Mit 120 km/h raste das Kind (6) über die Autobahn.
Mit 120 km/h raste das Kind (6) über die Autobahn.  © Screenshot/YouTube/tatar.inform krim

Einsichtig zeigte sich Agina Altynbayeva (29) trotz heftiger Kritik und einer polizeilichen Ermittlung jedoch nicht. Sie ist sich keiner Schuld bewusst, berichtet die "Sun".

Warum ihre Kinder nicht Auto fahren sollten, versteht sie einfach nicht. Schließlich sei es ihr Leben und sie könne machen, was sie wolle.

Dank Gesetzen kann sie aber genau das nicht, wie die Russin jetzt feststellen durfte, nachdem sie das Video ihres rasenden Sohnes veröffentlichte.

Auf dem Clip mit dem Titel "Happy Child" (Glückliches Kind) ist deutlich zu sehen, wie ihr Sohn mit beiden Händen das Lenkrad festhält und steuert. Scheinbar sitzt er dabei auf dem Schoß seiner Mutter, die vermutlich selbst auf das Gaspedal drückt.

Verantwortungsvoll, wie die stolze 29-Jährige nun mal ist, hat sie für die Aktion auch extra das Warnblinklicht eingeschaltet.

Die Mutter ist sich keiner Schuld bewusst

 Der sechsjährige Sohn am Steuer des Autos.
Der sechsjährige Sohn am Steuer des Autos.  © Screenshot/YouTube/tatar.inform krim

Davon, dass sie sich nicht nur gesetzeswidrig verhielt, sondern auch noch sich, ihre Kinder und andere Menschen mit ihrer Aktion gefährdete, will Agina Altynbayeva nichts wissen.

Auf kritische Kommentare zu ihrem Video reagierte sie unter anderem so:

  • "Ich lebe so, wie ich es will."
  • "Ich bereue nichts, ich bin bei allem ruhig. Ich brauche deine verkrüppelten Kommentare nicht."
  • "Du hast nicht versucht, mein Leben zu leben. Du hast kein Recht, mich zu verurteilen."
  • "Ich bin stolz darauf, dass meine Kinder leicht ein Auto fahren können."

Eine "gute" Begründung für ihr gefährliches Verhalten hat die Mutter auch. Damit will sie ausgleichen, dass der Vater ihrer Kinder sie verlassen hat.

Aber natürlich ist sie dabei immer sehr verantwortungsvoll, so Agina Altynbayeva: "Bevor ich ihn auf den Fahrersitz setzte, vergewisserte ich mich, dass die Strecke frei ist, und kontrollierte dann die Situation vollständig. Es gab praktisch keine Risiken."

Das sieht die Polizei allerdings anders.

Die Beamten und die Kinderbetreuungsbehörden haben jetzt eine Voruntersuchung eingeleitet, so das Tatarstaner Innenministerium gegenüber der Nachrichtenagentur "Tatar-Inform".


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