Strafe wegen Insolvenz-Verschleppung! Prozess um „Elbhotel“





Nach der Pleite ist das „Elbhotel“ 
Bad Schandau wieder in den Händen solide wirtschaftender Eigentümer.
Nach der Pleite ist das „Elbhotel“ Bad Schandau wieder in den Händen solide wirtschaftender Eigentümer.  © Daniel Förster

Bad-Schandau - Da geht ein echter Elbsandstein-Krimi zu Ende: Das Amtsgericht Dresden hat die ehemaligen Eigentümer des „Elbhotels“ in Bad Schandau mit einem Strafbefehl für Geld- und Bewährungsstrafen belegt.

Die zwei Südtiroler und Stefanie (71) und Hubert T. (73) waren Insolvenzverschleppung, schlechter Buchhaltung und eines verschobenen Darlehens angeklagt. Auch Flut-Fördergelder spielten eine Rolle. Insgesamt schuldete das Paar diversen Gläubigern zwei Millionen Euro.

Zur Verhandlung waren beide nicht angereist, schickten stattdessen ein Attest vom Vertrauensarzt über Depressionen, das das Gericht aber als nicht glaubhaft einstufte. Nun müssen sie 5400 Euro zahlen. Hinzu kommt eine dreijährige Bewährungszeit. Daheim wird ihnen noch ihr Haus gepfändet, was aber nicht auf diesen Prozess zurückgeht.

Hubert T. hatte das Hotel 1991 erworben - zusammen mit dem Gasthof Mittelndorf in Sebnitz. Der musste 2016 abgerissen werden.

Das Elbhotel ist inzwischen wieder in guten Händen: Der frühere Lehrling im Haus und spätere Pächter Daniel Mitzscherlich (45) kaufte es im Juni 2013, behob den Sanierungsstau.

Titelfoto: Daniel Förster


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