24,1 Mio. Euro von Sachsens Sündern und Ganoven

Auch der Verein Ärzte ohne Grenzen, hier bei der Ebola-Hilfe in Guinea, bekommt Geld von Sachsens Sündern und Ganoven.
Auch der Verein Ärzte ohne Grenzen, hier bei der Ebola-Hilfe in Guinea, bekommt Geld von Sachsens Sündern und Ganoven.

Dresden - Sachsens Ganoven füllen die Staatskasse und machen Vereine froh. Aus Geldstrafen, Bußgeldern und Gerichtsauflagen gingen im vergangenen Jahr rund 24,1 Millionen Euro an das Land, mehrere Vereine und Verbände.

Knapp drei Viertel der verhängten Geldauflagen von insgesamt 1,2 Millionen Euro wurden nach Angaben des Justizministeriums gemeinnützigen Einrichtungen zugesprochen, rund 900 000 Euro. Allerdings: „Viele können nicht bezahlen, etwa weil sie im Gefängnis sitzen, oder sie arbeiten es ab“, so Ministeriumssprecher Jörg Herold die geringere Summe, die tatsächlich ankommt.

Gerichtsverfahren können bei geringer Schuld gegen Geldauflage oder -buße eingestellt werden. Die Höhe des Betrages und den Empfänger legen die Staatsanwaltschaften oder zuständigen Richter fest.

2015 wurden besonders häufig fünfstellige Summen Vereinen zugesprochen, die in der Auslandshilfe tätig sind - wie Aktion Deutschland hilft, Ärzte ohne Grenzen, Kinderhilfswerk oder Welthungerhilfe. Aber auch Kindernothilfe, Gesundheitsförderung, Wohlfahrtspflege, Lebensretter, Natur- und Tierschutz und kirchliche Hilfswerke profitierten.

Die mit knapp 190.000 Euro höchste Summe bekam die Opferhilfe Sachsen zugesprochen.

Foto: dpa


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