Straftaten bei Waren- und Lagerdiebstahl in Bielefeld

Bielefeld - Regelmäßig prägen Schlagzeilen über Kriminalitätsdelikte die öffentlichen Medien wie Zeitungen, Fernsehen und das Internet in Deutschland. So auch am 26.04.2019.

Dreister Diebstahl: Mütter mit vier Kindern auf Beutezug in Bielefeld

Zwei Männer und drei Frauen im Alter von 22 bis 31 Jahren fielen bei einem Ladendiebstahl im Marktkauf an der Oldentruper Straße in Bielefeld auf: Ihr Vorgehen war dreist: Mit zwei Kinderwagen, die sie mit in die Umkleidekabinen nahmen, und zudem noch vier Kleinkindern im Schlepptau probierten sie zahlreiche Kleidungsstücke an.

Das auffällige Verhalten machte den Ladendetektiv des Hauses aufmerksam. Als sich die Gruppe Richtung Ausgang begab, wurden von den Mitarbeitern abgetrennte Etiketten der Produkte in den Umkleidekabinen aufgefunden.

Die hinzugezogenen Polizeibeamten und der Detektiv entdeckten in den Kinderwagen viele nicht bezahlte Kleidung. Teilweise trugen die Täter sie bereits am Körper oder verstauten Sie in den Jackenärmeln. Der Wert der Beute wurde grob auf mehrere 100 Euro beziffert.

Durch die gute Kooperation zwischen einer Detektei aus Bielefeld und der Polizei konnten die Diebe festgenommen werden

Die Zahl der Kriminaldelikte ist in Deutschland langsam rückläufig.
Die Zahl der Kriminaldelikte ist in Deutschland langsam rückläufig.  © pixabay.com

Weniger Straftaten in Deutschland

Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Anzahl der registrierten Straftaten in Deutschland beispielsweise im Jahr 2017 gesunken. Erfasst wurden – laut Kriminalstatistik des BKA – rund 5,76 Millionen Straftaten.

Die polizeiliche Aufklärungsquote lag bei 57,1 Prozent. Die häufigsten Delikte finden sich im Bereich des Diebstahles, Betruges und der Sachbeschädigung.

So wurden im Jahr 2017 beispielsweise 1.936.315 polizeilich erfasste Fälle von Diebstahlkriminalität registriert. Die Bundesländer Deutschlands, in denen die höchste Anzahl der Kriminalitätsfälle im Verhältnis zu den Einwohnern bekannt ist, sind

  • Nordrhein-Westfalen,
  • Bayern und
  • Baden-Württemberg.

Misst man die Straftaten an der Häufigkeitsanzahl, besteht jedoch eine deutlich größere Wahrscheinlichkeit, in den Stadtstaaten wie Berlin, Bremen oder Hamburg einem Verbrechen zum Opfer zu fallen.

Straftaten in Bielefeld

Bielefeld ist eine kreisfreie Großstadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens, im Regierungsbezirk Detmold. Mit einer Einwohnerzahl von 333.786 (Stand 2019) steht sie in Bezug auf die Bevölkerung an 18. Stelle auf der Größenliste der Städte in Deutschland.

Laut Bericht des Polizeipräsidiums Bielefeld zeigt sich eine positive Kriminalitätsentwicklung: Im Jahr 2018 konnte eine Reduzierung der Straftaten um 11,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt werden.

Zurückzuführen ist dieser Wert auf die zurückgegangenen Fallzahlen in den Bereichen Eigentumsdelikte, Vermögens- sowie Fälschungsstraftaten, Gewalt- und Straßenkriminalität. Eine Steigerung wurde auch bei der Aufklärungsquote erreicht: Sie konnte seit dem Jahr 2015 auf 60,7 Prozent angehoben werden.

Professionelle Detektive werden immer häufiger für die Aufklärung von Straftaten involviert.
Professionelle Detektive werden immer häufiger für die Aufklärung von Straftaten involviert.  © pixabay.com

Städte Bonn und Köln im Vergleich zu Bielefeld

Im Süden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen befindet sich die kreisfreie Stadt Bonn im Regierungsbezirk Köln. Die Bevölkerungszahl liegt bei 324.899 (Stand 2019).

Laut Bericht des Polizeipräsidiums Bonn sind die Anzahl der Straffälle von 40.839 im Jahr 2017 auf 37.153 im Jahr 2018 gesunken. Damit wurde ein Rückgang von 9 Prozent verzeichnet. Ebenso wie in Bielefeld gingen insbesondere die Diebstahlkriminalität sowie die Vermögens- und Fälschungsdelikte zurück.

Die bevölkerungsreichste Stadt Nordrhein-Westfalens ist mit 1.085.664 Einwohnern (Stand 2019) Köln. Sie ist kreisfrei und gehört zur Region Köln/Bonn. Auch hier ist die Fallanzahl um über 30.000 im Vergleich zu den vorangegangenen drei Jahren gesunken. Vom Polizeipräsidium wurden folgende Zahlen aus der Kriminalstatistik 2018 für die Stadtregion Köln/Leverkusen vorgestellt:

1. Straßenkriminalität: minus 7,81 Prozent

2. Taschendiebstahl: minus 16,45 Prozent

3. Wohnungseinbruch: minus 23,46 Prozent

Straftaten im Bereich Waren- und Lagerdiebstahl in Bielefeld im Jahr 2018

  • Einbruch in Dienst- und Büroräume: 240 (geklärt 61)
  • Einbruch in Fabrik- und Lagerräume: 43 (geklärt 10)
  • Geschäfte: 98 (geklärt 33)
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Einbruchsschutz

Eine Verallgemeinerung in Sachen Einbruchsschutz ist nicht möglich. Zu unterschiedlich sind die örtlichen Gegebenheiten und die jeweiligen Angriffsflächen.

Hilfreich kann eine individuelle Beratung durch die Polizei, einer Detektei oder einem Fachmann sein.

Die Initiative ersterer „Kein Einbruch“ ist zurzeit wohl die bekannteste. In Gemeinschaft mit der Wirtschaft wird Einbruchsprävention betrieben. Positiv ist, dass ein Großteil der Einbrüche bereits im Stadium des Versuches steckenbleibt. Waren es im Jahr 2017 45 Prozent gescheiterte Einbrüche, lag die Zahl im Vorjahr bei 44,3 Prozent. Die Polizei schreibt:

„Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten, die richtige Sicherungstechnik und aufmerksame Nachbarn verhindert werden.“

Wer sich die Seiten von „K-Einbruch“ anschaut, findet wichtige Informationen rund um das Thema Einbruchschutz vor. Darüber hinaus beinhalten sie nützliche Tipps, aktuelle Informationen sowie Veranstaltungen und eine Liste von Beratungsstellen.

Mit der passenden Sicherheitstechnik lassen sich zahlreiche Einbrüche in Firmen, Lagerhallen, Geschäften und Wohnungen verhindern. Hierfür wendet man sich am besten an Fachleute, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben und stets die neusten technischen Errungenschaften bereithalten.

Die Bundesregierung gegen Einbruchsdiebstähle

In letzter Zeit wurde seitens der Bundesregierung einiges getan, um erfolgreich Einbruchsdiebstähle zu bekämpfen beziehungsweise zu verhindern:

  • Zum einen kann die Polizei auf bestimmte Daten zurückgreifen. Zum anderen wird Einbruchsdiebstahl deutlich härter bestraft.
  • Im Bereich des Wohnungsdiebstahles wurde vom deutschen und französischen Innenminister im Jahr 2016 eine europäische Initiative auf den Weg gebracht. Sie beinhaltet die europaweite Förderung der Prävention, die Ermittlungskooperation mit den Herkunftsländern von Tätergruppen sowie den Informationsaustausch zwischen den Sicherheitsbehörden.
  • Verbesserung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit: Vereinbart wurden in der „Aachener Erklärung“ acht Maßnahmenpakete zur besseren Bekämpfung der grenzüberschreitenden Eigentumskriminalität. Beteiligt sind die Niederlande, Belgien, Deutschland sowie die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Vom Bundesministerium des Innern wurde ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Kriminalprävention durch Einbruchsicherung initiiert.
  • Vom Bundesministerium des Innern wurde ein Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Kriminalprävention durch Einbruchsicherung initiiert.

Strafen für Einbrecher in Deutschland

Laut § 242 des Strafgesetzbuches (StGB) begeht jemand einen Diebstahl, nimmt er einem anderen eine bewegliche Sache weg mit der Absicht, sie sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen.

In Deutschland hat der Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder mit einer Geldstrafe zu rechnen. Eine Besonderheit stellt der Einbruch in eine Privatwohnung dar. Hier beträgt die Freiheitsstrafe nach § 244 Absatz 4 StGB zwischen einem und zehn Jahren.

Ein häufiges Diskussionsthema in Deutschland ist die Frage, ob straffällig gewordene Asylbewerber abgeschoben werden sollen. In Planung ist ein Punktesystem, wer 60 Strafpunkte aufweist, wird des Landes verwiesen. Für Delikte ohne Freiheitsstrafe wie beispielsweise Diebstahl ist die Vergabe eines Punktes geplant.


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