Stralsunder Bürgerwehr schlägt den Henssler!

Der düstere ZDF-Krimi rund um Katharina Wackernagel (39) konnte am Samstag beim Publikum überzeugen.
Der düstere ZDF-Krimi rund um Katharina Wackernagel (39) konnte am Samstag beim Publikum überzeugen.  © ZDF/Gordon Timpen

Stralsund - Ja, richtig gelesen! Am Samstag war der düster-packende Stralsund-Krimi "Kein Weg zurück" an der Spitze. Für den geschlagenen Henssler hingegen gab's nur schlappe 16 Prozent Marktanteil.

Reichlich 7 Millionen Krimi-Fans schalteten ein, um die krude Geschichte rund um die nordische Bürgerwehr zu sehen. Das ZDF hat nicht gespart bei den Themen, die in dem facettenreichen Film stecken.

Was mit einem "simplen" Überfall in einen Supermarkt beginnt, endet mit einem "baumelnden" Flüchtling, einer Bürgerwehr, die über (fast) alle Grenzen geht, bis hin zu einem Seitenhieb auf die AfD in Person der anstiftenden Professorin...

Also alles drin, was ein Quotenhit braucht? Ja, gedreht wurde von Anfang März bis Anfang Juni. Da ist das Klima an der Küste noch hart - was gerade die spooky Nacht-Szenen im Wald oder am Strand deutlich intensiver erleben lässt (in der Mediathek >> hier).

Kommen wir zum Henssler: ProSieben zeigte die zweite Ausgabe des "Raab"-Nachfolgers "Schlag den Henssler". Henssler hat gewonnen - zumindest in der Show. Für die Zuschauer aber wurde die XXL-Show aber zur Qual. Denn die mussten überdurchschnittlich viel Werbung über sich ergehen lassen.

Schon die erste Folge von Steffen Hensslers (45) Schlag zeigte, dass die neue Show nicht mit Raabs Vorgänger mithalten kann. Nun ging's also noch tiefer. Die 850.000 junge Zuschauer reichten nur für reichlich zehn Prozent. Insgesamt sahen "Schlag den Henssler" noch 1,41 Millionen.

Henssler (45) kam nicht gut an beim jungen Publikum am Samstag...
Henssler (45) kam nicht gut an beim jungen Publikum am Samstag...  © DPA

Immerhin 'ne Menge Werbung wurde dem Publikum geboten, was dem Sender auch eine Menge Kritik einbrachte.

In einer Stunde Sendezeit ProSieben ein einziges Spiel. Sendersprecher Christoph Körfer sagte dazu der "Bild": "Es gab eine kleine technische Panne [...]. Um den Zuschauer nicht zu langweilen, sind wir ein paar Minuten eher als geplant in die Werbung gegangen."

Allerdings bestritt Körfer die "künstliche" Sendezeit-Dehnung: "Wir zeigen bei begehrten Shows in jeder Stunde zwölf Minuten Werbung – so auch an diesem Samstag.“

Auch kurios am Samstag: Dieter Bohlens (63) "Supertalent“ siegte mit schwächsten Zahlen seit Jahren...

RTLs "Supertalent“ wollten immerhin 1,59 Millionen 14- bis 49-jährige Menschen sehen - Marktanteil knapp 18 Prozent" 2014 waren ähnlich wenige gespannt, wer sich wie talentiert durch den Abend singt, zaubert oder sportelt...

Kommissarin Nina Petersen (Katharina Wackernagel, 39) versucht im ZDF-Krimi, die einzelnen Puzzlestücke des Falls zusammensetzen.
Kommissarin Nina Petersen (Katharina Wackernagel, 39) versucht im ZDF-Krimi, die einzelnen Puzzlestücke des Falls zusammensetzen.  © ZDF/Gordon Timpen

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