Familie in Starnberg erschossen: Was dachte sich der Killer (19) bei seiner Horrortat?

Starnberg/Fürstenfeldbruck - Der mutmaßliche Täter hat ein Geständnis abgelegt - das Motiv aber bleibt unklar.

Auf Fotos zeigt die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck während einer Pressekonferenz sichergestellte Waffen, darunter die beiden Tatwaffen (unten).
Auf Fotos zeigt die Polizeiinspektion Fürstenfeldbruck während einer Pressekonferenz sichergestellte Waffen, darunter die beiden Tatwaffen (unten).  © Sven Hoppe/dpa

Ein 19-Jähriger soll vor gut zwei Wochen einen 21 Jahre alten Freund und dessen Eltern erschossen haben (TAG24 berichtete).

Er sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft, ebenso ein 18 Jahre alter mutmaßlicher Mittäter, der den 19-Jährigen zum Tatort im Starnberger Haus der Familie gefahren haben soll.

Beide sollen nun psychiatrisch untersucht werden, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II am Montag sagte. Die Behörde geht von mehrwöchigen Ermittlungen aus, ehe über eine Anklage entschieden wird.

Zunächst hatten die Ermittler vermutet, dass der 21-jährige Sohn seine Eltern tötete und sich dann selbst erschoss. Es gab aber bei dieser These Unstimmigkeiten, etwa fehlte ein Abschiedsbrief. Nun gehen die Ermittler davon aus, dass der 19-Jährige zuerst seinen Freund und dann dessen schlafende Eltern erschoss - und den Tatort so hinterließ, dass der Verdacht erst auf seinen getöteten Freund fiel.

In der Wohnung des 19-Jährigen entdeckten die Ermittler ein ganzes Waffenarsenal, darunter Kriegswaffen, Munition und Stoffe zur Herstellung von Sprengstoff. An Deko- und Schreckschusswaffen stellten sie Spuren von Versuchen fest, sie funktionstüchtig zu machen.

Auf einem in mehreren Zeitungen veröffentlichten Bild aus dem Internet posierte der 19-Jährige in dunkler Kleidung mit einer Gasmaske, Munition und zwei Waffen.

In diesen Haus in Starnberg soll der 19-Jährige seinen Freund und dessen Eltern erschossen haben.
In diesen Haus in Starnberg soll der 19-Jährige seinen Freund und dessen Eltern erschossen haben.  © Lino Mirgeler/dpa

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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