Knall und Explosion: Riesiges Silo geht in die Luft!

Straßburg - Bei der Explosion eines Getreidesilos im Rheinhafen von Straßburg sind vier Menschen verletzt worden. Drei davon wurden mit Hubschraubern in ein Krankenhaus gebracht, wie die zuständige Präfektur am Mittwoch mitteilte. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren demnach im Einsatz.

Dichter Qualm dirngt aus einem Silo am Rheinhafen. Am Morgen hatte sich in dem Gebäude eine Explosion ereignet.
Dichter Qualm dirngt aus einem Silo am Rheinhafen. Am Morgen hatte sich in dem Gebäude eine Explosion ereignet.  © DPA

Am Mittwochmorgen stieg eine große Rauchsäule über dem Unglücksort auf. Ein Augenzeuge sagte der Zeitung «Dernières Nouvelles d'Alsace», er habe von einem Kran in der Nähe aus einen riesigen Feuerball aufsteigen sehen.

Die Präfektur rief die Bürger auf, die Gegend um den Hafen im Osten der elsässischen Stadt zu meiden. Ein Bereich von 200 Metern um den Unglücksort wurde abgesichert. Die Kriminalpolizei Straßburg ermittelt Berichten zufolge wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Durch die Explosion sei krebserregender Asbest aus dem Dach des Silos freigesetzt worden, teilte die Präfektur mit. Menschen, die sich in der Nähe des Unglücksorts aufhielten, sollten möglichst schnell duschen - in den umliegenden Firmen oder in bereitgestellten mobilen Duschen. Betroffene müssen ihre Klamotten demnach in geschlossenen Säcken verpacken. Sie bekommen neue Kleidung.

Die Explosion könnte durch freigesetzte toxische Gase ausgelöst worden sein, sagte der Generalsekretär der zuständigen Präfektur laut der französischen Nachrichtenagentur AFP. Das Unglück habe sich im Zuge von Instandhaltungsarbeiten ereignet.

Marc Moser, Präsident der Firma Comptoir Agricole, der das Silo gehörte, sagte den «Dernières Nouvelles d'Alsace», er vermute eine Staubexplosion. Diese könnte durch Funken ausgelöst worden sein, die im Zuge der Instandhaltungsarbeiten entstanden seien.

Das Silo sei zum Zeitpunkt der Explosion nicht voll gewesen, sagte Moser. In dem Behälter werde Getreide aufbewahrt, bevor es auf Schiffe verladen werde.

Titelfoto: DPA


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