Heute vor einem Jahr: Terror-Anschlag auf Weihnachtsmarkt in Straßburg

Straßburg - Genau ein Jahr nach dem Terroranschlag mit fünf Toten wird am Mittwoch (14 Uhr) in Straßburg der Opfer gedacht.

Straßburg, 11. Dezember 2018: Polizisten sichern den Eingang zur Altstadt.
Straßburg, 11. Dezember 2018: Polizisten sichern den Eingang zur Altstadt.  © Christoph Schmidt/dpa

Dazu wird auch der französische Innenminister Christophe Castaner in der elsässischen Metropole erwartet.

Das Attentat auf den Weihnachtsmarkt hatte in der Stadt einen Schock ausgelöst. Der mutmaßliche Islamist Chérif Chekatt tötete am 11. Dezember 2018 fünf Menschen.

Zwei Tage später wurde er in der elsässischen Grenzstadt bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet.

Anlässlich des Jahrestags soll eine Gedenkstele auf der zentralen Place de la République aufgestellt werden. Am Abend ist ein ökumenischer Gottesdienst im Straßburger Münster geplant.

Update: 16.27 Uhr

Attentat eine Narbe, ein heftiger Schmerz

Die am Mittwoch enthüllte Gedenkstele.
Die am Mittwoch enthüllte Gedenkstele.  © Philipp von Ditfurth/dpa

Der 11. Dezember werde niemals ein Tag des Hasses, sondern der Erinnerung, des Mutes und der Solidarität sein, sagte Frankreichs Innenminister Christophe Castaner einem Bericht der Lokalzeitung "Dernières Nouvelles d’Alsace" zufolge am Mittwoch bei der Einweihung eines Denkmals auf dem zentralen Place de la République.

Das Attentat sei eine Narbe, ein heftiger Schmerz, so Castaner. Aber er wolle sich trotzdem erinnern.

Das Denkmal wurde von einer Frau entworfen, die bei dem Attentat selbst verletzt wurde. Es zeigt die in schwarz gehaltene Silhouette der Straßburger Altstadt mit dem Münster unter einem Glaskasten mit Widmung.

Straßburg sei am Abend des 11. Dezember 2018 auf die Liste der Städte in Frankreich gesetzt worden, die von einem Attentat getroffen wurden, sagte Bürgermeister Roland Ries "DNA" zufolge.

Update: 22.19 Uhr

1500 kommen zu Gottesdienst

Am Mittwochabend fand ein ökumenischer Gottesdienst im Straßburger Münster statt - rund 1500 Menschen waren gekommen. Dazu waren Menschen aller Religionen eingeladen, wie die Stadt zuvor betont hatte. Um 19.45 Uhr läuteten zudem in Straßburg und umliegenden Gemeinden die Kirchenglocken.

Bürger waren aufgerufen, im Gedenken an die Opfer Kerzen und Lichter in Fenstern aufzustellen.

Deutsche Polizisten im vergangenen Dezember an der deutsch-französischen Grenze.
Deutsche Polizisten im vergangenen Dezember an der deutsch-französischen Grenze.  © Christophe Ena/AP/dpa

Titelfoto: Philipp von Ditfurth/dpa

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