Anschlag auf Straßburger Weihnachtsmarkt: Fünf Festnahmen in nur einer Familie!

Straßburg - Nach dem Terroranschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt im Dezember 2018 haben die Ermittler fünf Verdächtige geschnappt.

Bei dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt wurden fünf Menschen getötet.
Bei dem Anschlag auf den Straßburger Weihnachtsmarkt wurden fünf Menschen getötet.  © DPA

Wie LePoint berichtete, soll es sich dabei um einen 78 Jahre alten Mann handeln, der im Verdacht steht, die Waffe an den Attentäter Chérif Chekatt (29) verkauft zu haben.

Neben dem alten Mann wurden vier seiner Familienmitglieder festgenommen. Der 78 Jahre alte Albert B. soll zehn Kilometer südlich von der Präfektur Bas-Rhin festgenommen worden sein.

Er ist der Polizei aufgrund von illegalem Waffenerwerbs- und Verkaufs bekannt, obwohl er bereits von den Behörden mit einem gerichtlichen Verbot des Mitführens und Besitzes von Waffen belegt wurde.

Festgenommen worden sein soll auch der Neffe des alten Mannes, Stéphane (34). Er soll zwischen Albert B. und Audrey M. (37) vermittelt haben. Letzterer wurde am 17. Januar wegen der Teilnahme an einer kriminellen Verschwörungseinheit, den Erwerb und Besitz von Waffen in Gewahrsam genommen.

Bei seiner Vernehmung hatte er angegeben, dass er zusammen mit Stéphane B. Chefkatt vor dem Anschlag an einem Ort rund 40 Minuten entfernt von Straßburg besucht hatte.

Cherif Chekatt brachte am 11. Dezember fünf Menschen nahe des Weihnachtsmarktes um

Polizisten nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt.
Polizisten nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt.  © DPA

Am 11. Dezember hatte der Terrorist fünf Menschen auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt getötet.

Drei Tage lang jagten die Ermittler den Mann, der sich weiterhin in Straßburg aufhielt und versteckte. Schließlich wurde er am 14. Dezember auf offener Straße in der Stadt erschossen.

Mit Chekatts Tod endete nun nicht nur die Jagd der Polizei, sondern auch eine bemerkenswerte kriminelle Karriere. Mit 13 Jahren wurde er das erste Mal verurteilt, er saß etliche Male wegen Einbrüchen im Gefängnis in Frankreich und Deutschland.

Dort soll er sich radikalisiert haben. Deutsche Behörden bescheinigten ihm bereits vor zwei Jahren: "Von Ihnen geht auch eine konkrete Gefahr neuer Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung aus."

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