Wird neue Straßenbahn noch später gebaut als geplant?

So stellen sich die Planer die neue Straßenbahn-Trasse vor. 
So stellen sich die Planer die neue Straßenbahn-Trasse vor.   © DVB/virtual architects

Dresden - Die neue Straßenbahnlinie von Löbtau bis Strehlen soll die Buslinie 61 entlasten. Vorläufige Planungen sehen die erste fahrende Straßenbahn im Jahr 2021 auf den Gleisen.

Doch schon jetzt hinkt die Stadt bei einigen Etappen auf dem Bauabschnitt.

Die ersten Verzögerungen laufen bei der neuen Zentralhaltestelle "Tharandter Straße" auf. Die Dresdner Verkehrsbetriebe erwarteten hier den notwendigen Planfeststellungsbeschluss in diesem September.

Aus dem Straßen- und Tiefbauamt heißt es allerdings, der werde erst zum Jahresende kommen. Im Idealfall könnten die Arbeiten dann im Frühjahr starten, der Sommer ist wahrscheinlicher.

Ein echtes Nadelöhr ist die Nossener Brücke. Hier sollte aktuell die Oberleitungsanlage der Deutschen Bahn von der Brücke getrennt werden.

Nadelöhr Nossener Brücke: Hier kann nur in Abstimmung mit der Bahn saniert werden.
Nadelöhr Nossener Brücke: Hier kann nur in Abstimmung mit der Bahn saniert werden.  © Steffen Füssel

Stadtsprecherin Anke Hoffmann teilt jedoch mit: "Es finden aktuell keine Vorleistungen an der Oberleitungsanlage der Bahn statt. Ob es dadurch zu zusätzlichen Verzögerungen kommt, kann heute noch nicht eingeschätzt werden. Hier muss umgeplant werden. Erst danach kann diese Terminkette erneut aufgestellt werden."

Bahnsprecher Jörg Bönisch verweist auf die Zuständigkeit der Stadt: "Das ist abhängig vom Terminplan des Gesamtprojektes der Brückenerneuerung, das in der Regie der Stadt Dresden liegt."

Will die Stadt bauen, muss sie Geduld mitbringen: "Größere Baumaßnahmen an Bahnanlagen erfordern in der Regel eine mehrjährige Vorlaufzeit", so Bönisch. Die Unterlagen für die Brücke konnten ebenfalls noch nicht fertiggemacht werden.

"Für diesen Abschnitt werden die Planfeststellungsunterlagen nicht 2016 eingereicht, sondern frühestens im März 2017", so Stadtsprecherin Hoffmann. Erst fehlten Prognosezahlen für 2030. Als die im Juli vorlagen, ergaben sich Änderungen.

Die müssen jetzt erst mal in die Pläne eingearbeitet werden. hinterher. Nadelöhr ist die Nossener Brücke.


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