Wie macht er das denn? Junger Mann öffnet Bier an fahrender Tram

Frankfurt - Auf Facebook kursieren tagtäglich - selbst für Mathe-Asse oder Zahlen-Fanatiker - eine kaum noch zu erfassende Anzahl an Videos. Viele davon sind der absolute Nonsens, bringen die User nicht einmal zum Schmunzeln. Ein Clip könnte allerdings nachhaltig bei einer weiterverbreiteten Problematik Hilfestellung leisten.

Gluck, gluck: Das Bier ist auf und kann getrunken werden.
Gluck, gluck: Das Bier ist auf und kann getrunken werden.  © Facebook Screenshot

Wer kennt es nicht? Öffnet man in diesen Tagen Facebook, um brandheiße Neuigkeiten über die eigene Freundesliste zu erlangen - schwups - schwirrt einem im Endeffekt ja doch nur eine Herde an Videos entgegen.

"Nun gut", denken sich die meisten ob der Lust nach purer Berieselung und klicken sich mangels Informations-Alternativen der Social-Media-Plattform in den ersten Clip rein.

Zu 99 Prozent ist das Resultat nach dem Gesehenen dasselbe: "Langweilig - das nächste Video, bitte!" Und so ziehen die Minuten ins Land. Video um Video wird rezipiert. Nach einer Weile erreicht den Konsumenten die Erkenntnis: "Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor."

Ein Zitat, das keiner geringeren Feder als der des großen Johann Wolfgang von Goethe entsprungen ist. Achja, Goethe: Der wäre sicher stolz auf das Video, um das es in diesem Text ja eigentlich gehen sollte.

Seit Donnerstag kursiert nämlich ein 11-Sekünder im Netz, der sich gewaschen hat. Es ist nahezu der Anfang einer Revolution. Ein Novum, ein Life-Hack und ein Lacher zugleich. Zu sehen: Ein junger Mann wird nachts im Frankfurter Bahnhofsviertel mit einer geschlossenen Bierflasche in der Hand gefilmt.

Kaum zu übersehen ist, dass der Gute wohl bereits im Voraus das ein oder andere alkoholische Kaltgetränk zu sich genommen hat. Die Augen auf Halbmast, der Blick starr. Doch dann kommt ihm trotz fehlender geistiger Frische eine nie dagewesene Idee: Als eine Straßenbahn der Linie 12 vorbeifährt, hält der Promillepanzer die Bierflasche an die fahrende Tram.

Plopp! Der Kornkorken löst sich einwandfrei, die Flasche bleibt unbeschädigt. Das Masterbrain führt das schäumende Gold zum Mund und genießt seinen Erfolg - jedoch äußerst emotionslos. Das Video endet.. "Noch ein zweites Mal anschauen? Ein Muss!" Auf Facebook strich die Aufnahme im Übrigen schon mehr als 47.000 Likes ein.

Fakt ist: Es gibt sie also doch noch, die Videos, die den Menschen die Augen öffnen. Clips, die helfen, den Alltag zu meistern. Lebenszeit auf Facebook, die nicht verschenkt ist. Danke.

Im Abgang allerdings noch eine kurze Gebrauchsanweisung: Dieser Artikel ist mit einer gesunden Portion Ironie sowie mit einem Schmunzeln zu lesen. Und noch etwas: BITTE NICHT NACHMACHEN!

Mehr zum Thema Frankfurt am Main:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0