Alte Tatra und Großer Hecht warten wieder auf Kundschaft

Am Wochenende können die Bahnen besichtigt werden.
Am Wochenende können die Bahnen besichtigt werden.

Dresden - Jahrzehntelang rumpelten sie über Dresdens Gleise, transportierten abertausende Menschen durch die Stadt. Seit vielen Jahren nun ist aber das Straßenbahnmuseum am Betriebshof die Heimat der ausgedienten Trams. Am Wochenende ergibt sich die seltene Chance, Straßenbahngeschichte hautnah zu erleben ...

Nur dreimal im Jahr öffnen sich die heiligen Hallen an der Trachenberger Straße. Und geben den Blick frei auf eine Zeit, in der es Tickets noch beim Schaffner gab und Mobilität nicht gleich Komfort bedeutete.

Besucher können Samstag und Sonntag von 10 bis 17 Uhr die 38 historischen Fahrzeuge – die älteste Tram wurde 1902 gebaut – bestaunen.

Von 10.30 bis 16 Uhr werden Rundfahrten mit historischen Bahnen und Bussen angeboten.

Seit früher Kindheit Straßenbahnfan: Pensionär Joachim Richter (66) in seiner Schaffneruniform
Seit früher Kindheit Straßenbahnfan: Pensionär Joachim Richter (66) in seiner Schaffneruniform

Ein Muss für alle Nostalgiker, die noch einmal erleben wollen, wie sich die gute alte Tatra oder der Große Hecht kreischend um die Kurven quälen.

Ohne die tatkräftigen rund 50 Ehrenamtlichen im Museumsverein – oft ehemalige oder aktive Mitarbeiter der DVB – gäbe es das Refugium in Pieschen nicht.

Seit 20 Jahren halten sie mit alten Ersatzteilen und Neuanfertigungen den Fuhrpark am Laufen. „Wir sind ein kleiner Verkehrsbetrieb mit Spezialisten für jeden Bereich“, sagt der pensionierte Ingenieur Joachim Richter (66), der in einer echten Schaffneruniform durch das Museum führt.

Eintritt und Teilnahme an einer Rundfahrt kosten jeweils 3, ermäßigt 2 Euro.

Über 100 Jahre Straßenbahngeschichte schlummern im Museum am Betriebshof Trachenberger Straße.
Über 100 Jahre Straßenbahngeschichte schlummern im Museum am Betriebshof Trachenberger Straße.

Fotos: Steffen Füssel


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