Streik-Chaos in Sachsen! Zahlreiche Busse stehen still

Dresden - Zahlreiche Busse stehen seit dem frühen Mittwochmorgen in Sachsen still. "Elf Unternehmen des Regionalverkehrs haben in der Nacht mit dem Warnstreik planmäßig begonnen", sagte Jürgen Becker von der Gewerkschaft Verdi.

An einigen Orten in Sachsen hatten im morgendlichen Verkehr die Menschen Probleme, auf Arbeit oder in die Schule zu kommen.
An einigen Orten in Sachsen hatten im morgendlichen Verkehr die Menschen Probleme, auf Arbeit oder in die Schule zu kommen.  © DPA

Der Aufruf zum Warnstreik gelte bis 8 Uhr im ganzen Bundesland. Vorwiegend Busse seien von dem Warnstreik betroffen. Straßenbahnen in etwa Dresden und Chemnitz sollen wie gewohnt fahren.

Die Gewerkschaft Verdi fordert vom Arbeitgeberverband Nahverkehr e.V. einen höheren Stundenlohn und die Anhebung der Ausbildungsvergütung.

Am Donnerstagvormittag seien nach Angaben von Becker Tarifverhandlungen geplant. Neben Bus- und Straßenbahnfahrer waren auch Schlosser, Fährleute, Verwaltungsangestellte und Auszubildende aufgefordert, ihre Arbeit vorübergehend niederzulegen.

Insgesamt erwartet Verdi etwa 1300 Teilnehmer. Mehr als 3000 Arbeitnehmer und Auszubildende seien in den betroffenen Verkehrsgesellschaften beschäftigt.

In den Tarifverhandlungen hatten die Arbeitgeber nach Verdi-Angaben bislang kein Angebot vorgelegt, die Forderung nach einer Erhöhung des Stundenlohns etwa für Busfahrer von derzeit laut Gewerkschaft 12,30 auf 15,66 Euro jedoch als "absurd" zurückgewiesen.

Diese Unternehmen streiken

  • Regionalverkehr Erzgebirge GmbH
  • Regionalverkehr Westsachsen Zwickau GmbH
  • Regiobus Mittelsachsen GmbH
  • Euro Traffic Partner GmbH Chemnitz
  • Regionalverkehr Sächsische Schweiz-Osterzgebirge GmbH
  • Verkehrsgesellschaft Meißen mbH
  • Dresdener Verkehrsservice GmbH
  • Regionalbus Oberlausitz GmbH
  • Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda GmbH
  • Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH
  • Kraftverkehrsgesellschaft Dreiländereck Zittau-Löbau mbH
In Dresden streikte die Dresdner Verkehrsservice GmbH.
In Dresden streikte die Dresdner Verkehrsservice GmbH.  © Tino Plunert

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