Streik am Flughafen Hamburg: Fallen mehr als 250 Flüge aus?

Hamburg - Die Befürchtungen werden wahr: Der Hamburger Flughafen wird am Donnerstag bestreikt.

Reisende stehen am Flughafen Hamburg und informieren sich über die Abflüge und Ankünfte. Donnerstag dürften viele Flüge ausfallen.
Reisende stehen am Flughafen Hamburg und informieren sich über die Abflüge und Ankünfte. Donnerstag dürften viele Flüge ausfallen.  © dpa/Christian Charisius

Die Gewerkschaft Verdi hat das Bodenpersonal von 12.30 Uhr an bis Betriebsschluss um Mitternacht zu einem Warnstreik aufgerufen, um den Druck im laufenden Tarifkonflikt zu erhöhen.

Vor dem Hintergrund der Hamburger Schulferien werde im Wesentlichen die Spätschicht zum Warnstreik aufgerufen, um die Auswirkungen für die Reisenden zu begrenzen, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Dem widerspricht der Flughafenbetreiber vehement. In der Zeit sind insgesamt 251 Flüge - davon 114 Abflüge und 137 Ankünfte - geplant.

Gestrichene Flüge seien aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Nach fünf ergebnislosen Tarifrunden und einem Sondergespräch soll am 20. März wieder verhandelt werden.

Die Tarife werden in Hamburg für fast 1000 Beschäftigte in der Gepäckabfertigung, der Flugzeugreinigung und im Bustransfer ausgehandelt. Die Dienste sind in der HAM Ground Handling gebündelt.

Die Arbeitnehmervertreter forderten zuletzt eine Tariferhöhung von acht bis zwölf Prozent, bei einer Laufzeit von 20 Monaten, sowie angemessenere Zeit- und Schichtzuschläge.

Die Arbeitgeberseite hat nach eigenen Angaben eine Lohnerhöhung von 7,0 Prozent angeboten, bei 24 Monaten Laufzeit.

Update, Donnerstag, 9.33 Uhr

Nach ersten Informationen sollen am Donnerstag von 12.30 Uhr bis 0 Uhr mindestens 40 Starts und Landungen ausfallen. Wie die Pressesprecherin des Hamburger Flughafens Katja Bromm am Morgen mitteilte, seien rund 30.000 Passagiere von dem Streik betroffen. "Wir haben jetzt schon zahlreiche Streichungen hier in Hamburg, es werden sicherlich noch weitere hinzukommen."

Titelfoto: dpa/Christian Charisius

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