Keine Landungen möglich! Warnstreik am Hamburger Flughafen sorgt für Chaos

Hamburg - Am Hamburger Airport wird seit Montag erneut gestreikt (TAG24 berichtete): Seit 15.30 Uhr sind nun auch keine Landungen mehr möglich.

Ein Großteil der Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste bestreiken am Montag den Hamburger Flughafen.
Ein Großteil der Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste bestreiken am Montag den Hamburger Flughafen.  © DPA

Darüber informierte der Flughafen jetzt in einer Eilmeldung. Bislang mussten von insgesamt 388 geplanten Flügen 100 ausfallen.

Passagieren, die am Montag einen Flug von oder nach Hamburg geplant haben, wird weiterempfohlen, sich hier vor der Anreise zum Flughafen über den Flugstatus zu informieren und bei Bedarf Kontakt mit der gebuchten Airline aufzunehmen.

Zudem sollten Passagiere das aufgegebene Gepäck wenn möglich auf ein Minimum reduzieren oder nur mit Handgepäck reisen.

Viele Passagiere reagieren derweil mit großem Unverständnis. "Danke für den #Streik in #Hamburg am #Flughafen und den unfassbar unrealistischen Forderungen!", kommentiert ein User bei Twitter.

"Streik ist wichtig und auch richtig! Aber unangekündigt trifft es die Falschen, nicht nur Geschäftsreisende, sondern vielleicht auch Verdi-Kollegen, die lange für Ihren Urlaub gespart haben", schreibt ein anderer.

Erst am Sonntagabend hatte der Flughafen bekannt gegeben, dass am Montag ein Warnstreik drohe. Die Gewerkschaft Verdi hatte das Bodenpersonal erneut dazu aufgerufen, ganztägig die Arbeit niederzulegen.

Insgesamt sind am Montag 50.000 Passagiere von dem Warnstreik betroffen.
Insgesamt sind am Montag 50.000 Passagiere von dem Warnstreik betroffen.  © DPA

Auch vom Flughafen gab es noch am Abend scharfe Kritik: "Die Tarifpartner befinden sich aktuell in Gesprächen. Ein unangekündigter 24-Stunden-Warnstreik ist völlig überzogen und unverhältnismäßig. Verdi trifft damit erneut ganz massiv die Reisenden am Flughafen", sagte Pressesprecherin Katja Bromm.

Grund für den Warnstreik ist nach Verdi-Angaben das unzureichende Arbeitgeberangebot in der laufenden Tarifrunde mit dem Arbeitgeberverband Arbeitsrechtliche Vereinigung Hamburg (AVH). Verdi fordert für die fast 1000 Beschäftigten der Bodenverkehrsdienste eine monatliche Tariferhöhung von 275 Euro für alle.

Schon vor zwei Wochen hatte es in ganz Deutschland erste Warnstreiks gegeben. Auch in Hamburg hatten rund 100 Sicherheitsbedienstete ihre Arbeit niedergelegt.

200 Starts und Landungen fielen aus, die Reisepläne Tausender Passagiere wurden durcheinander gewirbelt (TAG24 berichtete).

Am Montagmorgen war lediglich eine Notbesetzung des Bodenpersonals anwesend, wie eine Flughafen-Sprecherin sagte. "Im Moment fahren auch keine Shuttlebusse von den etwas weiter entfernten Parkplätzen zum Flughafen", berichtete sie.

Ungefähr 9.000 Fluggäste konnten gar nicht fliegen, weitere 50.000 waren von schleppender Abfertigung betroffen.

Update, 17.50 Uhr:

Wie es in einer aktuellen Mitteilung des Flughafens heißt, waren am Montag um 17.30 Uhr bereits 220 von 388 Flüge gestrichen worden.

Auch für Dienstag seien bereits Flugstreichungen bekannt. Der Hamburg Airport bittet daher auch alle Passagiere, die am dann von oder nach Hamburg fliegen möchten, sich weiter über den Status zu informieren.

"Morgen bei Betriebsbeginn wird der Warnstreik beendet sein. Wir gehen davon aus, dass sich im Laufe des Tages der Flugplan normalisiert hat", sagte Katja Bromm, Pressesprecherin am Hamburg Airport.

Titelfoto: DPA

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