Streit auf Alex eskaliert: Mann wird mit Messer und Reizgas angegriffen

Mit der neuen Polizeiwache soll die Präsenz am kriminellen Hotspot verstärkt werden. (Symbolbild)
Mit der neuen Polizeiwache soll die Präsenz am kriminellen Hotspot verstärkt werden. (Symbolbild)  © dpa (Symbolbild)

Berlin - Am Dienstagabend ist bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen auf dem Alexanderplatz ein 21-jähriger Mann durch einen Messerstich verletzt worden.

Der Mann war nach eigenen Angaben gegen 21. Uhr mit Freunden unterwegs als sie auf eine Gruppe mit etwa 20 anderen jungen Leuten in einen Streit geriet.

Aus der zweiten Gruppe soll dann Reizgas gesprüht worden sein, welches einen 18-jährigen Begleiter an den Augen verletzte. Zudem wurde der 21-Jährige mit einem Messer am Arm verletzt. Die Gruppen trennten sich dann wieder.

Der Verletzte rief die Polizei zu Hilfe und sagte, der Messerstecher befinde sich in der Nähe am Brunnen der Völkerfreundschaft. Die Polizisten forderten Verstärkung an und nahmen den Verdächtigen fest.

Der Alexanderplatz gehört zu den gefährlichsten Orten in Berlin. Innerhalb eines Tages kam es zu zwei großen Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten. (Symbolbild)
Der Alexanderplatz gehört zu den gefährlichsten Orten in Berlin. Innerhalb eines Tages kam es zu zwei großen Auseinandersetzungen mit mehreren Verletzten. (Symbolbild)

Auf dem Alexanderplatz kommt es immer wieder zu Schlägereien, Überfällen und Diebstählen.

Von Donnerstag an soll daher die lange geplante Polizeiwache gebaut werden (TAG24 berichtete). Voraussichtlich im Dezember wollen Berliner Polizei, die Bundespolizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes dort gemeinsam ihre Arbeit beginnen. Die Wache soll rund um die Uhr besetzt sein. Die Polizei will so präsenter werden.

Die Kriminalität auf dem Alex und in der nahen Umgebung ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2008 gab es gut 4000 registrierte Straftaten, im vergangenen Jahr fast 8000, wie der Sender RBB kürzlich berichtete.

Vor allem nahmen Ladendiebstähle und Taschendiebstähle zu. Bei den Gewalttaten war der Anstieg deutlich geringer.


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