Chemnitz hat ein Müllproblem

ASR-Chef Manfred Wüpper (62) lehnt es ab, Ostersonnabend Müll nicht mehr zu entsorgen.
ASR-Chef Manfred Wüpper (62) lehnt es ab, Ostersonnabend Müll nicht mehr zu entsorgen.

Chemnitz - Dicke Luft beim ASR: Weil Beschäftigte des Entsorgers Ostersonnabend künftig freimachen wollen, streiten Stadtrat und ASR-Chef Manfred Wüpper (62).

Am Mittwoch verhandeln die Streithähne hinter verschlossenen Türen.

Täglich rollen die Müllautos auf 20 Touren durch die Stadt, holen Woche für Woche 63.000 Tonnen Restmüll, Bioabfall und Papier ab. Folgen wie am 25. und 26. Dezember zwei Feiertage aufeinander, hat der ASR frei. Weil auf Karfreitag ein Werktag folgt, muss Müll entsorgt werden.

Ein Jahr verhandelten Personalrat und Betriebsleitung, riefen die Einigungsstelle an. Die entschied: Alles bleibt beim Alten. Ein Änderungsantrag von Rot-Rot-Grün im Sinne der ASR-Beschäftigtenvertretung scheiterte im Stadtrat am Widerstand von CDU und FDP.

Eine Umstellung würde Aufwand verursachen. „Wir müssten die Sonnabend-Tour vorziehen auf Gründonnerstag. Die von Donnerstag auf Mittwoch, die von Mittwoch auf Dienstag. Fünf Touren wären betroffen“, so Wüpper.

Ergebnis: Die Sonnabendschicht (46 Mitarbeiter) hätte zwar frei, Tausende Chemnitzer Haushalte müssten sich jedoch neue Termine merken.

Dazu rechnet der ASR mit 5000 Euro für die Umstellung des computergestützten Logistiksystems. Der Personalrat besteht allerdings weiter auf einer Änderung.

Fotos: Sven Gleisberg, Meinhold


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