Jahrelanger Streit eskaliert: Montessori-Grundschule muss umziehen

Von Georg Ulrich Dostmann

Adorf - Zwischen der Montessori-Grundschule in Adorf und der Gemeinde herrscht Eiszeit. Beide Parteien machen sich gegenseitig Vorwürfe.

Laut Bürgermeister Sascha Thamm haben die Jugendstätten Stocker sich nicht an den Vertrag gehalten. Deswegen wurde der Mietvertrag mit der Montessori-Schule in Adorf gekündigt.
Laut Bürgermeister Sascha Thamm haben die Jugendstätten Stocker sich nicht an den Vertrag gehalten. Deswegen wurde der Mietvertrag mit der Montessori-Schule in Adorf gekündigt.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Ungeachtet aller Streitigkeiten gehe es jedoch vor allem um das Wohl von mehr als 60 Kindern, betont Schulleiterin Irmgard Stocker (53).

Nach der Kündigung des Mietvertrages durch die Gemeinde Neukirchen muss die Montessori-Grundschule in Adorf ihren Standort wechseln. Dazu informierte sie die Eltern der Kinder bereits in einem Brief.

Laut Gemeinde soll dem Rauswurf ein jahrelanger Streit um vernachlässigte Verpflichtungen vorausgegangen sein. Die Schulleitung ist sich hingegen sicher, allen Forderungen der Gemeinde nachgekommen zu sein. "Deshalb kam die Kündigung des Mietvertrags für uns auch so unerwartet", sagt Schulleiterin Irmgard Stocker.

Bürgermeister Sascha Thamm: "Wir sind der Meinung, dass zukünftig keine vernünftige Geschäftsbeziehung mehr möglich ist. Die Jugendstätten Stocker erfüllen einige Vertragsbestandteile unregelmäßig oder gar nicht."

Zweitklässlerin der Montessori-Grundschule, Lena Esche, mit dem Jugendstätten-Geschäftsführer Christoph Stocker und Schulleiterin Irmgard Stocker (53).
Zweitklässlerin der Montessori-Grundschule, Lena Esche, mit dem Jugendstätten-Geschäftsführer Christoph Stocker und Schulleiterin Irmgard Stocker (53).  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Dazu zählen zum Beispiel finanzielle Aspekte, die Sanierung der Sanitäreinrichtungen und der Bau eines Spielplatzes sowie einer Einzäunung.

In einem Elternbrief steht, dass die Kündigung für die Betreiber unerwartet kam.

Diese Aussage kann der Bürgermeister nicht nachvollziehen: "Sie haben mehrfach Mahnungen und Ankündigungen zur Zwangsvollstreckung bekommen", sagt er und erklärt, dass die Gemeinde momentan auf der Suche nach einem neuen Mieter und einem Nutzungskonzept ist.

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