Streit zwischen RWE-Lokführern und Journalisten eskaliert

Kerpen – Am Donnerstagnachmittag wurde die Polizei zur "Hambachbahn" gerufen.

Aus Sicht der Mitarbeiter habe es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gehandelt.
Aus Sicht der Mitarbeiter habe es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gehandelt.  © Screenshot Fabebook: Vojtěch Svratkin

Nach einem Konflikt zwischen tschechischen Journalisten und RWE-Mitarbeitern am Tagebau Hambach ermittelt die Polizei.

Die beiden Journalisten wollten am Donnerstag nach eigenen Angaben neben den Gleisen der Hambachbahn Filmaufnahmen machen, als ein Zug stoppte und der Lokführer heraussprang.

Der Lokführer und seine Kollegen hätten sie rabiat festgehalten, obwohl sie ihre Presseausweise gezeigt hätten, sagte Journalist Vojtech Bohac am Freitag der dpa.

Ein RWE-Sprecher sagte dazu, nach Darstellung der Lokführer hätten sich zwei Personen auf und zwischen den Gleisen aufgehalten, sodass drei Züge anhalten mussten.

Aus Sicht der Mitarbeiter habe es sich um einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr gehandelt, sagte der RWE-Sprecher. Deshalb hätten sie von ihrem Recht auf Nothilfe Gebrauch gemacht und die beiden Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Ein von Bohac bei Facebook veröffentlichtes Video zeigt unter anderem, wie ein Mann, der sich als Lokführer bezeichnet, ihn in den Schwitzkasten nimmt.

Die Aachener Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. "Wir prüfen in alle Richtungen, ob ein strafrechtliches Verhalten vorliegt", sagte ein Sprecher am Freitag.

Titelfoto: Screenshot Fabebook: Vojtěch Svratkin

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