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Trotz Job und Integration: Diesem Asylbewerber droht die Abschiebung

Er engagiert sich, er arbeitet, er dolmetscht und er hat sich integriert. Doch jetzt soll der 36-Jährige nach sieben Jahren abgeschoben werden.

Von Uwe Blümel

Oleksandr „Sascha“ Shtertsel (36) in seinem Zimmer im Asylbewerberheim in Mobendorf - ein ehemaliges DDR-Kinderferienlager.
Oleksandr „Sascha“ Shtertsel (36) in seinem Zimmer im Asylbewerberheim in Mobendorf - ein ehemaliges DDR-Kinderferienlager.

Striegistal - Trifft unser Abschiebegesetz immer die Falschen? Während Gefährder nicht erkannt und ausgewiesen werden, sollen integrierte Asylbewerber aus dem Land fliegen - so wie der Ukrainer Oleksandr Shtertsel (36).

Derzeit schläft der Mann, den alle Sascha nennen, jede Nacht woanders. Zu groß ist die Angst, dass es plötzlich klingelt und er abgeholt und abgeschoben wird.

Auch vorm Öffnen des Briefkastens fürchtet er sich. Am 31. August kam völlig unerwartet seine Abschiebebescheinigung mit der Post. Seitdem darf er auch den Landkreis Mittelsachsen nicht mehr verlassen.

Dabei ist Sascha bereits seit sieben Jahren im Land und spricht Deutsch. Im Oktober 2010 flüchtete er auf der Ladefläche eines Lkws nach Deutschland, beantragte Asyl. „Während meines Wachdienstes bei der Armee wurde Ausrüstung aus einer Raketenabteilung gestohlen. Der Militärstaatsanwalt will es mir anhängen, wurde mir gesteckt. Ich sollte ins Gefängnis.“

Sascha, der mit seinem deutschen Opa Josef aufwuchs, floh aus seinem Heimatdorf bei Lwow. Inzwischen gibt es auch einen Einberufungsbefehl als Reservist: „Doch ich will nicht in den Ukraine-Krieg ziehen.“

"Wir brauchen solche motivierten und integrierten
Mitarbeiter“: Geschäftsführer Marten Tigchelaar
(37, l.) und Mitarbeiterin Diminique Liebers (35, r.)
wollen nicht auf Sascha verzichten.
"Wir brauchen solche motivierten und integrierten Mitarbeiter“: Geschäftsführer Marten Tigchelaar (37, l.) und Mitarbeiterin Diminique Liebers (35, r.) wollen nicht auf Sascha verzichten.

Seit sechs Jahren wohnt er im Asylbewerberheim im Striegistaler Ortsteil Mobendorf (bei Freiberg). Vize-Heimleiter Jochen Imhof (60) hält große Stücke auf ihn: „Er hat mein vollstes Vertrauen, ist quasi meine rechte Hand. Sascha hat beim Fliesen geholfen, dolmetscht für die Bewohner. Seine Abschiebungsandrohung hat mich schockiert.“ Sascha engagiert sich auch in der Gemeinde, half bei der Vorbereitung von Hilfstransporten in die Ukraine.

Seit Juni hat Sascha sogar einen festen Job in der Schweinezucht Pappendorf GmbH. Sein Abschiebebescheid bringt jetzt auch seinen Arbeitgeber in eine Zwickmühle.

„Wenn wir Sascha weiter beschäftigen, ist das Schwarzarbeit. Wenn nicht, sind Fördergelder von der Arbeitsagentur in Gefahr“, sagt Geschäftsführer Marten Tigchelaar (37). Er empfindet die Ausweisung als „Willkür und nicht tragbar“.

Sascha kann jetzt nur auf die klaren Worte von Angela Merkel im TV-Duell vergangenen Sonntag bauen. Sie will Menschen, die hier kein Bleiberecht haben, zwar schneller zurückzuführen.

Doch wer hier eine Arbeit hat, „schon mehrere Jahre im Land ist und die deutsche Sprache gelernt hat, da sollte man nicht als erstes sagen, du musst jetzt zurück“.

Mit der Ausweisebescheinigung wurde Sascha gleichzeitig auch verboten, weiter arbeiten zu gehen und finanziell für sich selbst zu sorgen: „Ich habe 1060 Euro netto verdient.“
Mit der Ausweisebescheinigung wurde Sascha gleichzeitig auch verboten, weiter arbeiten zu gehen und finanziell für sich selbst zu sorgen: „Ich habe 1060 Euro netto verdient.“

Zahlen und Hintergründe

Für den Vollzug der Abschiebung sind die Ausländerbehörden der Länder zuständig - gegebenenfalls auch mit Polizeigewalt.

Die Zahlen: Derzeit werden von 226.500 Ausreisepflichtigen in Deutschland - so wie Sascha einer ist - 160.000 geduldet.

Aufschiebende Gründe sind Krankheit, eine Ausbildung oder gefährliche Lage im Herkunftsland. Auch Sascha hat sich jetzt übrigens krank gemeldet. Mit 100.300 Menschen sind nur etwa die Hälfte der Ausreisepflichtigen abgelehnte Asylbewerber.

Die anderen hatten zum Beispiel abgelaufene Visa.

Sascha will nicht in den Ukraine-Krieg
ziehen: Ausbildungseinheit
ukrainischer Offiziere in
einem Militärinstitut in Kiew.
Sascha will nicht in den Ukraine-Krieg ziehen: Ausbildungseinheit ukrainischer Offiziere in einem Militärinstitut in Kiew.

Fotos: Petra Hornig, Imago

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