Pyro in Fußballstadien: Strobl will Bengalo-Werfern den Führerschein wegnehmen

Stuttgart - Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl will härter gegen das Abbrennen von Bengalos in Fußballstadien vorgehen.

Fans des KSC zündeten im April 2017 Pyrotechnik. (Archivbild)
Fans des KSC zündeten im April 2017 Pyrotechnik. (Archivbild)

"Für mich ist das übergeordnete Ziel, dass der Besuch eines Fußballspiels ein sicheres Erlebnis für Jung und Alt, für die ganze Familie, ist und bleibt", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Er wolle bei der Innenministerkonferenz in Lübeck vorschlagen, dass das Sprengstoffgesetz beim Kauf und Umgang mit Pyrotechnik verschärft wird und dass Störer im Sportbereich künftig auch der Führerschein entzogen werden kann.

Baden-Württemberg will eine entsprechende Beschlussvorlage einbringen. Der Initiative will die Runde der Innenminister dem Vernehmen nach zustimmen.

Bislang sind nach Angaben des Innenministeriums der Erwerb und der Umgang mit zugelassenen pyrotechnischen Gegenständen nicht strafbar. Das könnte für den Fall abgeschafft werden, dass die pyrotechnischen Gegenstände zweckwidrig verwendet werden.

Auch sollte im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen der Entzug der Fahrerlaubnis nach Paragraf 69 im Strafgesetzbuch in Betracht gezogen werden können. "Hierdurch entsteht eine neue fühlbare Sanktion, die an die charakterliche Ungeeignetheit knüpft und nach dem Strafrecht umgesetzt werden soll", teilte das Ministerium mit.

Innenminister von Baden-Württemberg spricht im Landtag.
Innenminister von Baden-Württemberg spricht im Landtag.  © Gregor Bauernfeind/dpa

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