Erneuter Stromausfall in Berlin: FDP will besseren Katastrophenschutz

Berlin - Zwei Wochen ist es her, als große Teile Köpenicks plötzlich nicht mehr am Netz waren (TAG24 berichtete). Über 30 Stunden lang mussten mehr als 30.000 Haushalte und 2000 Betriebe ohne Strom auskommen. Nun kam es in Berlin zu einem erneuten Stromausfall.

Der Neptunbrunnen musste am Dienstagabend ohne Licht auskommen.
Der Neptunbrunnen musste am Dienstagabend ohne Licht auskommen.  © DPA

Am Dienstagabend wurde es rund um den Alexanderplatz in Mitte plötzlich dunkel. Ganz so heftig wie in Köpenick wurde es aber nicht. Inzwischen sind die Lichter wieder an.

"Seit etwa halb sechs sind alle Kunden wieder versorgt", sagte eine Sprecherin von Stromnetz Berlin der Deutschen Presse-Agentur. 900 Haushalte im Bezirk Mitte waren am Dienstagabend von der Stromversorgung abgeschnitten, in der Nacht waren nach Angaben des Netzbetreibers zunächst noch 600 betroffen.

Der Ausfall solle maximal bis 1.30 Uhr andauern, hatte Vattenfall am späten Abend angekündigt. Für rund 300 Haushalte bewahrheitete sich diese Prognose auch: So gingen Häuser in der Jüdenstraße und Grunerstraße nach rund sechs Stunden ohne Strom wieder ans Netz.

Nach Angaben des Energieversorgers waren zwei verschiedene Stromkabel aus bisher ungeklärter Ursache beschädigt worden - die Reparatur des einen gelang schneller als die des anderen. Der öffentliche Nahverkehr konnte nach Angaben der Polizei ungestört weiterfahren.

Das Beispiel Köpenick zeigt aber: Berlin braucht einen besseren Katastrophenschutz. Das sieht zumindest die FDP so. Die Fraktion kündigte an, einen entsprechenden Antrag am Donnerstag in der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus einzubringen.

Demnach soll der Senat aufgefordert werden, unter anderem Einsatzpläne zu überarbeiten und veraltete Technik zu erneuern. Der Stromausfall habe gezeigt, dass Berlin auf größere Notfallszenarien nur bedingt vorbereitet sei.

Titelfoto: DPA

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