Was ist passiert? Polizei findet zwei Leichen im Studentenwohnheim

Hamburg - In der Nacht zu Freitag wurden bei dem Studentenwohnheim Gustav-Radbruch-Haus in Borgfelde zwei Leichen gefunden.

Die Hintergründe in dem Fall sind noch völlig unklar.
Die Hintergründe in dem Fall sind noch völlig unklar.  © DPA

Wie die Mopo berichtet, soll ein junger Mann aus seiner Wohnung im neunten Stock gesprungen und dabei tödlich verletzt worden sein. In seinem Apartment fanden Beamte dann auch noch die Leiche einer jungen Frau.

Nach ersten Informationen soll sie durch mehrere Messerstiche getötet worden sein.

Die Ermittlungen am Tatort dauern noch an. Ob es sich um ein tödliches Beziehungsdrama oder möglicherweise einen erweiterten Suizid handelt, konnte die Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bestätigen.

Auch zur Identität der beiden hat die Polizei bislang keine Informationen veröffentlicht.

Update, 15.37 Uhr: 29-Jähriger tötete seine Freundin

Wie die Polizei inzwischen mitteilt, soll es sich um einen Mord mit anschließendem Suizid handeln.

Die Tat wurde gegen 01.49 Uhr von einem Wachmann entdeckt. Er fand die Leiche eines 29-Jährigen auf dem Parkplatz eines Stundenwohnheims an der Borgfelder Straße.

Die alarmierten Polizeibeamten gingen von einem Suizid des jungen Mannes aus. Bei der Überprüfung seiner Wohnung im 9. Stock des Wohnheims fanden sie die Leiche einer 23-jährigen Frau.

Sie wies Verletzungen im Halsbereich auf. "Die Ermittler gehen aufgrund der bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass es zwischen den beiden zu einem Streit kam, in dessen Verlauf der Tatverdächtige die 23-Jährige tödlich verletzte und anschließend Suizid beging", sagte ein Polizeisprecher. Offenbar führten beide eine Beziehung.

Die Ermittlungen der Mordkommission insbesondere zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Die Familienangehörigen sowie die unter Schock stehenden Mitbewohner werden vom Kriseninterventionsteam (KIT) des Deutschen Roten Kreuzes betreut.

Hier findet Ihr Hilfe

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

Titelfoto: DPA

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