Studentin wird von Freund misshandelt: Der Grund ist einfach nur lächerlich

Tampa (Florida) - Melissa Gentz ist Studentin und Influencerin. Doch seitdem die 22-Jährige von ihrem ehemaligen Freund übel geschlagen wurde, ist alles anders. Sie leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung. Auf Instagram und Co berichtet sie von ihrem täglichen Leid.

Melissa Gentz berichtet auf Instagram über die Attacke ihres damaligen Partners.
Melissa Gentz berichtet auf Instagram über die Attacke ihres damaligen Partners.  © Screenshot/Instagram/melissalgentz

"Manchmal verbringe ich den Tag gelassen und lachend. Aber an anderen Tagen bin ich die ganze Zeit am Weinen. Es ist üblich, dass Opfer von häuslicher Gewalt eine posttraumatische Belastungsstörung entwickeln. Genau deshalb leide ich ständig an Stimmungsschwankungen", schreibt Melissa Gentz auf Instagram.

Am 23. September 2018 erlebte sie den blanken Horror. Weil sie auf ihrem Profil mehrere Bikini-Fotos veröffentlichte, rastete ihr damaliger Freund Erick Bretz (25) völlig aus. Aus Eifersucht löschte der brasilianische Milliadärssohn die Fotos und schlug der Studentin brutal ins Gesicht und misshandelte sie.

Laut "Daily Mail" zeigte sie den 25-Jährigen am nächsten Tag bei der Polizei in Florida an. Auf Instagram schildert sie die schreckliche Tat. Zudem ermutigt die 22-Jährige andere Betroffene dazu, sich zu wehren und zur Polizei zu gehen.

"Keine Frau sollte sich schämen oder sich schuldig fühlen, Opfer häuslicher Gewalt zu sein", appelliert sie.

Melissa vor der Prügel-Attacke.
Melissa vor der Prügel-Attacke.  © Screenshot/Instagram/melissalgentz

Dieser mutige Post führte dazu, dass auch Erick Bretz' eigene Familie den Studenten verklagte. Bretz ist der Sohn einer der reichsten Familien Brasiliens, die eine Lebensmittelkette betreibt. Der 25-Jährige wurde noch am selben Tag verhaftet.

Melissa Gentz leidet aber immer noch. "Wenn eine Person misshandelt wird, wird sie niemals dieselbe sein", erzählt sie in einem ergreifenden Video vom 28. Dezember. Seit der schrecklichen Attacke hat die Studentin regelmäßig Panik-Attacken und leidet an einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zudem fordert sie ihre über 203.000 Abonnenten auf Instagram auf, gesunde Beziehungen mit Partnern zu suchen, die respektvoll mit dem Gegenüber umgehen. "Bleibt nicht bei einem Mann, nur weil er Geld hat oder wegen des Lebensstils. Wenn die eigene Gesundheit unter der Beziehung leidet, dann lohnt sich die Beziehung nicht. Frauen sollen echte Liebe anstreben und nicht Geld", so die 22-Jährige.

Vor allem sei es auch wichtig, dass Frauen gegenseitig aufeinander aufpassen. So können Signale frühzeitig erkannt und verstanden werden, damit häusliche Gewalt gestoppt werden kann.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/melissalgentz


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