Studentin ist schwer krank und hat Schmerzen, doch einer gibt ihr ganz viel Kraft

London - Evita Gamber hat schmerzhafte Zeiten hinter sich: Im Sommer 2016 klagte die 22-Jährige über unangenehme Verstopfungen und schreckliche Bauchschmerzen. Im November 2017 entschloss sie sich, den Symptomen auf den Grund zu gehen und stieß auf eine schreckliche Diagnose.

Evita Gamber (22) und ihr Hund "Bo".
Evita Gamber (22) und ihr Hund "Bo".  © Screenshot/Facebook/Evita Gamber

"Ich hatte noch nie irgendeine Krankheit gehabt. Also ging ich auch einige Zeit nicht zu einem Arzt, obwohl die Schmerzen extrem waren. Aber ich dachte mir so: 'Ich bin nicht ernsthaft krank'", erzählte Evita der "Daily Mail".

Die anfänglichen Schmerzen begannen im Unterleib, dann kam zunehmende Übelkeit hinzu. Die Britin dachte zunächst, dass es nur Verdauungsbeschwerden sind. Richtig stutzig wurde Evita erst, als sie in kurzer Zeit extrem viel abnahm. Die Marathonläuferin erlitt an Weihnachten einen schweren Magenkrampfanfall und Schmerzen in der Brust. Jede Bewegung fiel ihr schwer.

Als sie ein Krankenhaus aufsuchte, wurde in einem Ultraschall festgestellt, dass die 22-Jährige verstopft war. "Mir wurde geraten Stuhlweichmacher zu nehmen und eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Ich verließ das Krankenhaus und dachte, dass sich jetzt alles beruhigen würde", so die Britin.

Sie befolgte den Rat der Ärzte, aber ihre Magenprobleme hatten sich immer noch nicht gelöst. Stattdessen verschlimmerten sich ihre Schmerzen. Evita war verzweifelt und suchte im Internet nach Antworten.

Da stieß sie auf etwas, was sich vaskuläres Kompressionssyndrom nennt. Bei dieser sehr seltenen Erkrankung wird eine Vene oder eine Arterie von einem anderen inneren Organ zusammengedrückt. Dieses Syndrom kommt sehr selten vor und kann im schlimmsten Fall zu Embolie, Hämaturie oder Thrombose führen.

Hund "Bo" hilft seiner Besitzerin über die schrecklichen Schmerzen hinwegzukommen.
Hund "Bo" hilft seiner Besitzerin über die schrecklichen Schmerzen hinwegzukommen.  © Screenshot/Facebook/Evita Gamber

Um sicher zu gehen, kontaktierte Evita einen deutschen Spezialisten in Leipzig und schilderte ihre Symptome. Dieser nannte ihr drei weitere Erkrankungen, unter denen die junge Frau leiden könne. Alle drei Syndrome betreffen den Nieren- und Bauchbereich und verursachen höllische Schmerzen.

Des Weiteren empfahl der Arzt dringend eine Operation, um den Druck auf die Nieren- und Zöliakiearterien zu mindern. Am 6. November 2017 war es dann soweit: Die 22-Jährige wurde endlich operiert. Doch die OP war nicht erfolgreich, sodass sich Evita zwei weitere Male unters Messer legen musste.

Die Schmerzen allerdings nahmen zu: "Es war so schlimm - noch schlimmer als vor meiner Operation", erzählt die Studentin. Noch immer rätseln die Ärzte, an was genau Evita leidet.

Ihre Mutter konnte das Leid ihrer Tochter nicht mehr mit ansehen und beschloss, ihr einen Hund zu kaufen. Seitdem "Bo" an der Seite der 22-Jährigen ist, geht es ihr etwas besser. "Es ist sehr beruhigend, einen treuen Begleiter neben sich zu haben. Wenn ich vor Schmerzen ohnmächtig werde, alarmiert er andere Menschen", erzählt Evita.

"Aber vor allem ist er ein toller Freund für mich. Er hilft mir immer und durch ihn geht es mir besser."

In einer nächsten OP soll Evitas Nierenvene verschoben werden, damit sie nicht mehr gequetscht wird. Sie hofft, dass die Schmerzen dann endlich weniger werden.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Evita Gamber

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