Zahnarzt begrapscht Patientin in Vollnarkose

Als die Patientin von der Narkose aufwacht, überkommt sie ein ungutes Gefühl (Symbolbild)
Als die Patientin von der Narkose aufwacht, überkommt sie ein ungutes Gefühl (Symbolbild)  © DPA

Berlin - Der Gang zum Zahnarzt ist für Patienten nicht immer der einfachste. Umso schockierender das Geständnis des Arztes, der während einer Narkose eine Studentin begrapscht hat.

Die 25-Jährige geht zur Zahnarzt-Praxis, um dort am Weisheitszahn operiert zu werden. Nachdem sie aus der Vollnarkose aufwacht, glaubt sie sich daran erinnern zu können, dass der Arzt mit seiner Hand in ihrem BH und dem Slip gewesen sei.

Als sie im Wartezimmer ihrem Freund begegnet, sagt sie ihm ganz aufgelöst: "Er hat mich angefasst. Er hat mich angefasst." Daraufhin erstattet er Anzeige gegen den Zahnarzt, wie BZ berichtet.

Am Dienstag fand der Prozess im Amtsgericht statt. Dort gestand er die Tat: "Ich kann mir nicht erklären, warum ich das getan habe. Es war ein kurzes Geschehen."

Vor Gericht gestand er die Tat und wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.
Vor Gericht gestand er die Tat und wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.  © DPA

Über sich selbst erschrocken, soll er dann von ihr abgelassen haben. Seitdem ist er in therapeutischer Behandlung, wo bei ihm eine Anpassungsstörung festgestellt wurde. Der Arzt sei laut ärztlichem Attest außerdem stark emotional betroffen.

Die 25-Jährige selbst hat die Tat anfangs angezweifelt, da durch das Narkosemittel ihre Erinnerungen verschwommen waren. Doch vor einem halben Jahr dann die Gewissheit: An der Innenseite ihres Slips konnte die DNA des Zahnarztes nachgewiesen werden.

Noch heute verfolgen sie die Erlebnisse: "Mein Bild vom Arzt ist tief erschüttert." Der Angeklagte wurde zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt und hat der Studentin 8000 Euro im Zuge des Täter-Opfer-Ausgleichs gezahlt.


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