In diesem Land ist jeder Dritte fettleibig - und es ist nicht Amerika

Besonders betroffen vom Übergewicht: die USA und Ägypten.
Besonders betroffen vom Übergewicht: die USA und Ägypten.  © dpa/David Ebener

USA - Wir essen zu viel, zu ungesund und bewegen uns zu wenig. Daraus folgen Konsequenzen. Die Weltbevölkerung wird immer dicker. Während die einen Hunger leiden in Jemen, sterben die anderen an Fettleibigkeit.

Wie eine neu veröffentlichte Studie zum Jahr 2015 des "New England Journal of Medicine" zeigt, galten 107,7 Millionen Kinder und 603,7 Millionen Erwachsene als übergewichtig.

Die Langzeitstudie verlief zwischen 1980 und 2015 und bezieht sich hauptsächlich auf die Ergebnisse des BMI (Body Mass Index). Liegt dieser, errechnet aus der Größe und dem Gewicht des Untersuchten, über 25, spricht man von Übergewicht. Bei einem Ergebnis über 30 von Fettleibigkeit (Adipositas).

In 73 Ländern hat sich die Anzahl der Übergewichtigen seit 1980 sogar verdoppelt. Dabei schnitten vor allem die USA schlecht ab: 12,7% der dort lebenden Kindern gelten als fettleibig.

Bei den Resultaten der Erwachsenen galt Ägypten als Spitzenreiter der Fettleibigen mit 35,3%. Positiv fielen dagegen Vietnam (1,6% der Erwachsenen) und Bangladesch (1,2% der Kinder) auf, welche besonders selten extremes Übergewicht verzeichnen.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Übergewicht sind laut der Wissenschaftler verheerend. 2015 starben 4 Millionen Menschen weltweit an den Folgen von Übergewicht, das macht 7,1% der Todesursachen aus. Solche Folgen waren vor allem Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes.

Die Forscher mahnen daher dringend zu Maßnahmen, den Trend der Gewichtszunahme aufzuhalten.

Titelfoto: dpa/David Ebener


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