Was stört die Zwickauer an ihrer Stadt?

Blick in die belebte Hauptstraße: Die meisten Zwickauer leben gerne in ihrer Stadt.
Blick in die belebte Hauptstraße: Die meisten Zwickauer leben gerne in ihrer Stadt.

Von Bernd Rippert

Zwickau - Die Stadt fragt - 500 Bürger sollen antworten: Zwickau beteiligt sich an einer europaweiten Studie über die Zufriedenheit der Menschen mit ihren Städten.

Neben der Schumannstadt machen 20 weitere deutsche Städte mit. Alle wollen wissen: Wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Heimat?

Die Umfrage des Taunussteiner IFAK-Instituts beginnt in dieser Woche und geht bis in den November. Das Institut hat 500 Zwickauer repräsentativ ausgewählt und wird ihnen am Telefon 15 bis 20 Fragen stellen - dabei geht es um die allgemeine Zufriedenheit, um Nahverkehr, Sicherheit und Stadtentwicklung.

Für Zwickau sind die Antworten wichtig: „Wir haben 2009 und 2012 teilgenommen und wollen wissen, welche Schwerpunkte die Menschen setzen“, erklärte Stadtsprecher Mathias Merz (46). „Außerdem können wir unsere Position gegenüber anderen Städten bestimmen und den Entwicklungsbedarf erkennen.“

Die Ergebnisse sollen zur Jahreswende veröffentlicht werden. Die Stadt hofft, dass ihre Bürger sie bei der Befragung nicht sitzen lassen.

Mathias Merz: „Die Teilnahme ist freiwillig und anonym. Aber wir bitten um viele Antworten, damit die Ergebnisse aussagekräftig werden.“

MOPO24 fragte vorab: Na, wie zufrieden sind Sie mit Zwickau?

Stiev Matthes (38), Arbeiter: Ich lebe gerne in Zwickau, weil ich gute Freunde habe. Aber Vereine sind zu teuer für Kinder. Bei Radwegen kann die Stadt mehr tun.

Riccarda Tammel (71), Rentnerin: Zwickau könnte sauberer sein, zum Beispiel um die Nicolaikirche. Die Stadt ist überschaubar - ich fühle mich sicher und wohl.

Martin Schünke (16), Schüler: Zwickau hat einen hässlichen Ruf. Aber das stimmt nicht. Viel Grün, schöne Häuser, mir gefällt es. Nur ein billiges Kino fehlt.

Anika Zabel (16), Schülerin: Im Theater fühle ich mich wohl, der Hauptmarkt ist sauber. Nur leer stehende Häuser wirken gruselig. Da sollte die Stadt was tun.

Fotos: Ralph Köhler/propicture


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