Sturmtief "Bennet" wütet in Bayern

München - Das Sturmtief "Bennet" braust über Bayern, legt den Nahverkehr lahm und reißt Bäume nieder. Wegen starken Böen werden Faschings-Festivitäten mancherorts abgesagt.

Auf der Bahnstrecke der S2 zwischen St Koloman und Aufhausen liegt ein Baum auf der Stromleitung.
Auf der Bahnstrecke der S2 zwischen St Koloman und Aufhausen liegt ein Baum auf der Stromleitung.  © DPA

In München warnt die Feuerwehr vor herabstürzenden Ästen und sichert Baugerüste. Am Vormittag war sie bereits in zwölf wetterbedingten Einsätzen aktiv.

Das Sturmtief "Bennet" hat am Montag in Oberbayern kurzzeitig für Behinderungen auf der Zugstrecke zwischen Schliersee und Bayrischzell gesorgt.

Ein Baum sei auf die Schienen gefallen, sagte ein Sprecher der Bayerischen Oberlandbahn. Die Strecke musste für eine gute halbe Stunde gesperrt werden, es habe einen Ersatzverkehr mit Bussen gegeben.

Am Mittag lief der Zugverkehr wieder.

Update: Münchner Friedhöfe gesperrt

Das Münchner Rathaus hat bekannt gegeben, dass alle städtischen Friedhöfe am Montag bis auf weiteres geschlossen bleiben. Es besteht die Gefahr, dass Bäume umstürzten und Äste abbrechen.

Alle Beisetzungen finden wie geplant statt. Das Friedhofspersonal holt die Trauergäste vom jeweiligen Haupteingang ab und begleitet sie zum Bestattungsort. Weiter Informationen gibt die jeweilige Friedhofsverwaltung gerne telefonisch.

Fasching in Augsburg wegen Sturm abgesagt

Die Feuerwehr in München muss Baugerüste sichern, die sich durch den Sturm lösen könnten.
Die Feuerwehr in München muss Baugerüste sichern, die sich durch den Sturm lösen könnten.  © Feuerwehr München

Wegen starker Böen haben Augsburger Narren am Rosenmontag auf ihre Open-Air-Feier auf dem Rathausplatz verzichten müssen. Nach Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern sagte die Stadt das bunte Treiben ab.

Die Auftritte der Faschingsgesellschaften auf der Bühne des Rathausplatzes könnten nicht stattfinden, berichtete die Verwaltung. "Auch die Fahrgeschäfte und Buden bleiben geschlossen."

Wenn sich der Sturm gelegt hat, soll ab Dienstagmittag das Faschingstreiben auf dem Rathausplatz fortgesetzt werden. Seit Samstag hatten die Vereine auf dem zentralen Platz der Stadt ihr Programm aufgeführt, zum Start hatte es einen kurzen Umzug durch die Innenstadt gegeben.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Montag bayernweit vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 85 Stundenkilometern. Wo es Schauer gab, rechneten die Meteorologen auch mit schweren Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern. Erst am späten Abend sollte sich dies legen, zunächst in Franken, nach Mitternacht auch in Südbayern, wie ein Meteorologe vom DWD sagte. Dienstag werde das Wetter ungemütlich mit einem Wechsel aus Schauern, Sonne und Böen.

Das Wetter setzte übrigens nicht nur den bayerischen Narren zu: In ganz Deutschland mussten am Rosenmontag Faschingszüge wegen des Wetters abgesagt werden, darunter im hessischen Seligenstadt nahe der bayerischen Grenze, in Fulda und im nordrhein-westfälischen Bottrop. In anderen Städten sollten die Züge verspätet starten.

In Nürnberg wird ein Auto durch einen umgestürzten Baum total zerstört.
In Nürnberg wird ein Auto durch einen umgestürzten Baum total zerstört.  © NEWS5 / Friedrich

Titelfoto: NEWS5 / Friedrich

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