Als Teenie vergewaltigt: "Sturm der Liebe"-Star offenbart Schreckliches

Wien - In der ARD-Telenovela "Sturm der Liebe" mimt sie die taffe Geschäftsfrau mit dem Hang zum Bösen, doch im wahren Leben war die Schauspielerin Elke Winkens selbst gleich zweimal Opfer eines unfassbaren Verbrechens.

Heute kann Elke Winkens wieder strahlen.
Heute kann Elke Winkens wieder strahlen.  © DPA

Wie die gebürtige Österreicherin jüngst offenbarte, wurde sie in jüngeren Jahren mehrfach vergewaltigt. "Das erste Mal war ich 16 Jahre alt und im Karneval als Tanzmariechen sehr erfolgreich", erzählt Winkens im Interview mit "Bunte".

Da passierte der erste Übergriff. Ein Mann aus dem Bekanntenkreis ihrer Eltern, dessen Tochter sie trainieren wollte, verging sich an ihr. "Er sollte mich mit dem Mädchen vom Ballett abholen, kam aber allein. Auf der Heimfahrt hat er mich dann in einer Parkbucht vergewaltigt", erinnert sich die 48-Jährige.

Ihren Eltern habe sie damals nichts von dem Übergriff erzählt. "Ich bin nur ins Bad geflüchtet, habe eine Stunde heiß geduscht und das Ganze verdrängt. In meinem Kopf ist das einfach nicht passiert. Ich habe mich so geschämt."

Vier Jahre später wurde Winkens erneut zum Opfer. Ihr sei damals eine Möglichkeit zur Übernachtung weggebrochen, weshalb sie mit einem Mann mitging, der sie ebenfalls missbrauchte - obwohl sie deutlich "Nein" gesagt habe, so Winkens.

Dass der "Sturm der Liebe"-Star damit ausgerechnet jetzt an die Öffentlichkeit geht, kommt nicht von ungefähr. Im Rahmen der #MeToo-Debatte werde offener mit dem Thema umgegangen und Opfern besser zugehört.

Die #MeToo-Debatte hat Winkens inspiriert.
Die #MeToo-Debatte hat Winkens inspiriert.  © DPA

"Es ist gut und richtig, dass wir endlich offen über Vergewaltigungen sprechen können", findet Winkens. Zugleich sieht sie die #MeToo-Bewegung aber auch kritisch. "Mich stört daran jedoch, dass die Männer ausschließlich als die Bösen gelten und wir Frauen als die Opfer", sagt sie.

Man müsse genau unterscheiden: "Wenn wir den Griff auf den Oberschenkel einer Frau mit einer Vergewaltigung in einen Topf werfen, dann können wir die Gesellschaft nicht mehr sensibilisieren, weil alle, denen das nicht passiert ist, nichts mehr davon hören wollen."

Nicht jeder dürfe einfach an den Pranger gestellt werden, "ob er schuldig ist oder nicht". Winkens selbst habe lange Zeit "Hass auf alle Männer" verspürt. "Ich hatte ein total kaputtes Männerbild, aber auch ein sehr verstörtes Frauenbild. Ich habe teilweise sehr, sehr böse agiert."

Doch heute hat sie ihr Trauma überwunden und kann offen darüber reden. Auch in der Liebe hat die 48-Jährige ihr Glück gefunden: Im nächsten Jahr sollen mit Freund Bert Ortner (49) die Hochzeitsglocken läuten.

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