Zugausfälle, Schäden, Verletzte: So wütete Sturm "Eberhard" in Leipzig und Sachsen-Anhalt

Leipzig/Halle/Magdeburg - Sturm "Eberhard" hinterließ auch in Leipzig sowie in weiten Teilen Sachsen-Anhalts seine Spuren. Bäume wurden entwurzelt, zahlreiche Fahrzeuge beschädigt. Im Salzlandkreis fiel ein Windrad dem Unwetter zum Opfer. Die Zahl der Verletzten hielt sich glücklicherweise in Grenzen.

Bereits im Vorfeld von Sturm "Eberhard" verunglückte ein Feuerwehrkamerad auf der S38 bei Grimma.
Bereits im Vorfeld von Sturm "Eberhard" verunglückte ein Feuerwehrkamerad auf der S38 bei Grimma.  © Sören Müller

Ein Sprecher der Leipziger Polizei erklärte, dass es allein zwischen 19 und 22.30 Uhr zu 93 Einsätzen im Stadtgebiet gekommen sei, die im Zusammenhang mit Sturm Eberhard standen.

"Durch umgefallene Bäume, herabstürzende Dachziegel, umstürzende Toiletten, Baustelleneinrichtungen und Schilder kam es unter anderem zu Beschädigungen an Autos", so der Sprecher. "Verletzt wurde zum Glück niemand."

Ein schockierender Unfall ereignete sich dagegen bereits im Vorfeld des Sturms auf der S38 bei Grimma. Dort war ein Feuerwehrkamerad mit seinem Ford Ka verunglückt, als er sich gerade auf dem Weg zum Gerätehaus befand (TAG24 berichtete).

Ersthelfer zogen den jungen Mann aus seinem Fahrzeug. Das Opfer musstekurz darauf zur medizinischen Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde. Zahlreiche Feuerwehren des Landkreises Leipzig waren bereits vor dem Eintreffen von "Eberhard" in Bereitschaft versetzt worden.

In Bad Lausick soll gegen 18.45 Uhr zudem ein Zug mit einem Baum kollidiert sein, wodurch es vorübergehend zur Sperrung der Linie RE6 kam.

Sturm "Eberhard" in Sachsen-Anhalt: Der Winter kehrt zurück

In Sachsen-Anhalt ist Sturm "Eberhard" ein Windrad zum Opfer gefallen.
In Sachsen-Anhalt ist Sturm "Eberhard" ein Windrad zum Opfer gefallen.  © Tom Wunderlich

Auch in Sachsen-Anhalt kam es zu Schäden aufgrund des Sturms.

So zerstörte "Eberhard" zwischen Schackenthal und Santersleben (Salzlandkreis) eine Windkraftanlage zerstört. Einer der Flügel des Windrades wurde komplett abgerissen. Die Bruchstücke flogen zum Teil bis zu 400 Meter weit.

Weil mit dem Sturm auch der Winter nach Sachsen-Anhalt zurückkehrte, kam es vielerorts zu Verkehrsbehinderungen. So verursachten Schneeregen und kräftige Sturmböen zwischen Magdeburg und Lostau Glätte und Aquaplaning. Vier Fahrzeuge fuhren ineinander. Verletzt wurde jedoch niemand.

Auch im Landkreis Börde kam es zu Verkehrsbehinderungen. Bis zum Montagmorgen hatte sich das Wetter jedoch beruhigt.

Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet, hatte sich Sachsen-Anhalt bereits im Vorfeld bestmöglich auf Sturm "Eberhard" vorbereitet, was wohl einer der Gründe dafür war, dass keine Verletzten oder gar Toten verzeichnet wurden.

Der Zoo in Halle hatte aufgrund der Sturmwarnung am Sonntag bereits ab 15 Uhr seine Türen geschlossen.

Vielerorts kam es zu Unfällen aufgrund von Glätte.
Vielerorts kam es zu Unfällen aufgrund von Glätte.  © Matthias Strauß

UPDATE, 14.50 Uhr:

In Leipzig mussten die Emil-Fuchs-Straße sowie der Zöllnerweg aufgrund eines größeren Windbruchs vorübergehend gesperrt werden. Die Stadtverwaltung erklärte dazu auf Anfrage von TAG24: "Infolge des Sturmtiefs gab es in der vergangenen Nacht einen größeren Windbruch - ein Baum stürzte auf die Straße. Wir gehen davon aus, dass die Feuerwehr die Sperrung vorgenommen hat. Die Kollegen von der Abteilung Stadtforsten haben den Baum beseitigt. Die Arbeiten waren bereits gegen 10:00 Uhr abgeschlossen."

© Nico Zeißler

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