Sturm Heinz bringt wichtige Bahnstrecken zum Erliegen

Hamburg/Kiel/Rostock - Sturm "Heinz" hat den Norden am Freitagabend fest im Griff: Es gibt zahlreiche Verkehrsbehinderungen auf Straßen und Schienen sowie eine Unwetterwarnung.

 Feuerwehr und THW stützen ein durch den Sturm einsturzgefährdetes Hallenelement in Hamburg ab.
Feuerwehr und THW stützen ein durch den Sturm einsturzgefährdetes Hallenelement in Hamburg ab.

Zwischen Hamburg und Lübeck ist der Bahnverkehr auf der wichtigsten Strecke im Norden gestört.

Wie die Bahn mitteilte, fahren zwischen Ahrensburg und Hamburger Hauptbahnhof derzeit keine Züge.

Schuld daran ist ein Oberleitungsschaden durch den Sturm.

Umgestürzte Bäume haben auch auf der A21 bei Bad Oldesloe den Verkehr behindert. Es gab eine Vollsperrung.

Orkan und Unwetter beeinträchtigten den Straßen- und Zugverkehr im Norden.

So nahm der Sylt-Shuttle nach Angaben der Bahn keine Wohnwagengespanne, Autos mit Anhängern, Gefahrgut-Transporter sowie Lastwagen mit leeren Anhängern und Motorräder mit.

Bei den Fähren zu den Halligen und Nordfriesischen Inseln kam es zu Fahrplanänderungen und Verspätungen, wie die Wyker Dampfschiffreederei mitteilte.

Auch die Fähre Rostock nach Gedser wurde am Abend eingestellt, wie die Reederei Scandlines informierte.

In Hamburg mussten Feuerwehr und THW die Wand einer Industriehalle sichern, die sich wegen des Sturms gelöst hatte und abzustürzen drohte.

Der Fischmarkt in Hamburg soll vermutlich durch Flut und Sturm überflutet werden.
Der Fischmarkt in Hamburg soll vermutlich durch Flut und Sturm überflutet werden.  © dpa/Daniel Bockwoldt

Für Freitagabend meldete der Deutsche Wetterdienst (DWD) Weststurm mit zeitweise schweren Böen, auch Gewitter seien nicht ausgeschlossen.

Die Unwetterzentrale warnte vor starkem Unwetter an den Küsten. An der Elbe in Hamburg-St. Pauli wurden in der Nacht Wasserstände bis 1,50 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet, so die Vorhersage des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Eine leichte Überflutung des Hamburger Fischmarkts ist möglich. In den Überschwemmungsgebieten solltet Ihr also Eure Autos wegfahren.

Auch am Wochenende bleibt das Wetter ungemütlich: Am Samstag erwartet Norddeutschland laut dem DWD verbreitet Regen bei Höchstwerten um 9 Grad. Zudem herrscht starker, in Böen stürmischer Wind aus Südwest.

Am Sonntag wird es dann stark bewölkt mit schauerartigem Regen bei Höchstwerten zwischen 8 Grad auf Sylt und bis zu 11 Grad in Hamburg, auch hier in Böen starker bis stürmischer Wind.

In der Nacht zum Montag weiterhin Schauer, die Tiefstwerte liegen bei 3 bis 5 Grad. Auch hier ist mit stark böigem Wind aus westlichen Richtungen zu rechnen.

Update, 20.30 Uhr

Ein Zug ist offenbar am Nachmittag in den umgestürzten Baum auf der Oberleitung bei Rahlstedt gefahren. Mehr als 200 Reisende mussten auf offener Strecke aussteigen und in Bussen weiterfahren.

Die Feuerwehr Hamburg ist wegen des Sturms im Dauereinsatz.

Update, 20.57 Uhr

Die Bahn in Schleswig-Holstein kämpft weiter mit den Folgen des Sturms. Zwischen Hamburg und Lübeck halten die Beeinträchtigungen an.

Auch zwischen Flensburg und Eckernförde ist die Strecke nun wegen eines Baums im Gleis gesperrt.

Update, 21.07 Uhr

Die Bahn hat einen Pendelverkehr mit Bussen in beide Richtungen zwischen Ahrensburg Bahnhof bis zur U1-Haltestelle Ahrensburg-West eingerichtet.

Auf der Linie U1 ist aber derzeit wegen einer Baustelle die Strecke zwischen Farmsen und Volksdorf gesperrt (TAG24 berichtete).

Update, 21.21 Uhr

Auch auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg-Altona und Westerland liegt nun zwischen Niebüll und Langenhorn ein Baum im Gleis und es gibt eines Sperrung.

Update, 21.46 Uhr

Der Fischmarkt am Hamburger Hafen steht bereits unter Wasser. Die Elbe ist übers Ufer getreten und hat den vorderen Teil der Fläche überschwemmt. Dort parken aber noch Wohnmobile und Autos. Wer kann sollte sein Fahrzeug so schnell wie möglich entfernen, das Wasser steigt weiter.

Hochwasser wird erst gegen 22.30 Uhr erreicht. Wegen des in die Elbe drückenden Windes kann es aber dauern, bis der Wasserstand wieder sinkt.

Update, 21.52 Uhr

Die Bahn meldet, dass das Gleis in Richtung Westerland wieder befahrbar ist. In Richtung Hamburg komme es noch zu Verzögerungen bis zu 60 Minuten und eventuellen Ausfällen.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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