Legt Sturm "Sabine" den Verkehr lahm?

Potsdam/Berlin - Für Berlin und Brandenburg rechnen die Meteorologen von Sonntagabend an mit Sturm. Die Windgeschwindigkeiten könnten bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen, wie der Deutsche Wetterdienst am Freitag mitteilte.

Eine Passantin kämpft mit ihrem Regenschirm vor dem Brandenburger Tor gegen den Wind.
Eine Passantin kämpft mit ihrem Regenschirm vor dem Brandenburger Tor gegen den Wind.  © Kay Nietfeld/dpa

Sturm und Regen beginnen demnach am Sonntagabend und dauern nach bisheriger Prognose bis Dienstagvormittag.

Der Sturm könnte auch den Flugbetrieb an den Flughäfen Tegel und Schönefeld einschränken.

Eine Flughafensprecherin sagte, dass die Abfertigung ab einer Windgeschwindigkeit von mehr als 70 Kilometern pro Stunde nicht mehr möglich sei.

Schneepflüge im Einsatz: Unwetter in Österreich sorgt für Rekordschaden in Millionenhöhe!
Wetter Schneepflüge im Einsatz: Unwetter in Österreich sorgt für Rekordschaden in Millionenhöhe!

Am Freitag war noch nicht völlig klar, ob der Wind aus Südwest tatsächlich die Windstärke 10 erreichen wird. Bei diesen Geschwindigkeiten können Bäume entwurzelt werden. Vom Deutschen Wetterdienst gab es in Berlin und Brandenburg noch keine Unwetterwarnung fürs Wochenende.

Das vom Atlantik kommende Orkantief «Sabine» soll am Sonntagmittag zuerst den Nordwesten Deutschlands treffen. An der Nordseeküste seien nach aktuellen Wettermodellen Orkanböen mit einer Geschwindigkeit von 120 Stundenkilometern zu erwarten.

Das Brandenburger Bildungsministerium bat Eltern, die jeweilige Schule möglichst rechtzeitig zu informieren, wenn sie ihr Kind wegen extremer Witterung zu Hause behalten. In solchen Fällen gelten die Kinder als entschuldigt, erklärte das Ministerium. Die Schulen seien informiert, verantwortungsbewusst zu reagieren, um die Gesundheit der Schüler zu schützen.

Bei der Bahn rechnet man mit Beeinträchtigungen

Eine Passantin kämpft mit ihrem Regenschirm vor dem Brandenburger Tor gegen den Wind.
Eine Passantin kämpft mit ihrem Regenschirm vor dem Brandenburger Tor gegen den Wind.  © Kay Nietfeld/dpa

Der Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst hatte am Donnerstag in Offenbach gesagt: "Am Montag könnte der Bahnverkehr massiv behindert sein."

Bei der Deutschen Bahn wird das Wettergeschehen laut eines Sprechers aufmerksam verfolgt. "Wir beobachten das genau und werden notfalls reagieren." Dabei habe die Sicherheit der Fahrgäste Priorität. Das könne dann möglicherweise auch dazu führen, dass Züge in den Bahnhöfen bleiben müssten oder Bereitschaftsdienste mobilisiert würden, um Schäden zu beseitigen.

Vor allem im Norden und Westen Deutschlands rechnet die Bahn von Sonntagabend an mit erheblichen Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr. Sie hat Reisenden empfohlen, wegen des Sturmes für Sonntag, Montag oder Dienstag geplante Reisen zu verschieben.

So heiß wie noch nie: Hitze knackt Rekorde in Mitteldeutschland, jetzt soll's richtig krachen!
Wetter So heiß wie noch nie: Hitze knackt Rekorde in Mitteldeutschland, jetzt soll's richtig krachen!

"Wir empfehlen unseren Reisenden von Sonntag, 09.02.2020 bis Dienstag, 11.02.2020 ihre geplante Reise auf einen anderen Tag zu verschieben."

Titelfoto: Kay Nietfeld/dpa

Mehr zum Thema Wetter: