Sturmtief bläst ganzen Weihnachtsmarkt weg

Das war einmal ein Verkaufsstand auf dem Großharthauer Weihnachtsmarkt.
Das war einmal ein Verkaufsstand auf dem Großharthauer Weihnachtsmarkt.

Von Andrzej Rydzik

Großhartau - In der 3000-Seelen-Gemeinde Großharthau im Landkreis Bautzen wurde die Weihnachtsstimmung über Nacht einfach weggeblasen: Sturmtief "Niels", das Sonntagabend auch über Teile Sachsens hinwegfegte, hinterließ auf dem Weihnachtsmarkt eine Spur der Verwüstung.

Mühevoll hatte der Feuerwehr-Förderverein den 5. Großharthauer Weihnachtsmarkt organisiert und pünktlich am Sonntag um 14 Uhr eröffnet. Die Einwohner feierten zusammen den 1. Advent, stimmten sich damit auf die besinnlichste Zeit des Jahres ein. Doch als der Markt um 19 Uhr schloss, ahnte niemand, was sich dort in der Nacht abspielen sollte.

Denn als alle schliefen, zog ein Sturmtief durch die Gemeinde, zerstörte den gesamten Weihnachtsmarkt. Von zwölf Verkaufsständen sind fünf nun völlig zerstört. Sogar die verankerten Zelte flogen davon und sind nicht mehr zu gebrauchen.

„Auch unser Weihnachtsbaum, der schönste seit vier Jahren, konnte der Windhose nicht standhalten. Er ist gerissen“, so Gemeindewehrleiter Gunter Schlenkrich (62).

Sogar der Weihnachtsbaum wurde gefällt.
Sogar der Weihnachtsbaum wurde gefällt.

"Drei Tage Aufbau, ein Tag feiern und nun ist alles kaputt." Vermutlich hatte eine Windhose nachts genau in der Mitte des Weihnachtsmarktes eine Schneise geschlagen. Der Großteil des Marktes wurde vom Wind einfach davongetragen.

Ortswehrleiter Heimo Claus (41) hörte in der Nacht das Unheil kommen: "Das hat geknallt und gestürmt. Ich habe nur gehofft, dass der Weihnachtsmarkt keinen Schaden nimmt. Aber da war es wahrscheinlich schon zu spät."

Montagmorgen machte er sich schließlich ein Bild. "Links und rechts des Marktes ist alles weg. Die Windhose muss gewaltig gewesen sein, denn im Ort am Eiscafé hat sie eine große Kastanie umgehauen."

Wie hoch der Schaden ist, können die Feuerwehrleute noch nicht sagen. Die Versicherung wird die Überreste des Weihnachtsmarktes begutachten. "Es ist halt ärgerlich, weil viel Arbeit im Markt gesteckt hat. Da haben viele im Ort mitgezogen und nun haben wir eine Katastrophe", sagt Gemeindewehrleiter Gunter Schlenkrich.

Ein Auto wurde durch umher fliegende Stangen beschädigt.
Ein Auto wurde durch umher fliegende Stangen beschädigt.
Der Sturm hinterließ eine Spür der Verwüstung in Großharthau.
Der Sturm hinterließ eine Spür der Verwüstung in Großharthau.
Der Weihnachstsmarkt wurde erst am Sonntag eröffnet.
Der Weihnachstsmarkt wurde erst am Sonntag eröffnet.

Fotos: Jonny Linke (5)


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