Über 100 Unfälle! So wütete Schneesturm über Sachsen

Der letzte heftige Wintereinbruch war 2012.
Der letzte heftige Wintereinbruch war 2012.  © Uwe Meinhold

Südwestsachsen - Mehr als 100 Unfälle, der Sachschaden geht in die Hunderttausende! Schneefall, Sturm und Verwehungen sorgten am Mittwoch für massive Probleme auf den Straßen, wie es sie seit Jahren nicht gab. Der letzte heftige Wintereinbruch war 2012!

„Endstation Straßengraben“ hieß es am Mittwochmorgen, gegen 6.20 Uhr, für einen polnischen Sattelzug-Fahrer (29).

Sein Gefährt kam auf der A4 in Richtung Eisenach ins Schleudern - und kippte mit Karacho in den Straßengraben nahe der Ausfahrt Berbersdorf.

Feuerwehrmänner befreiten den Polen, er wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Zwei Spuren des Autobahnabschnittes waren für fünf Stunden gesperrt. Am Mittag fand dann die Sattelzug-Bergung statt - mit einer Abschnitts-Vollsperrung von einer Stunde. Kein Einzelfall...

Für Donnerstag sind nochmals starke Schneefälle angekündigt.
Für Donnerstag sind nochmals starke Schneefälle angekündigt.  © André März

Allein in Chemnitz passierten bis zum frühen Nachmittag 14 Unfälle.

Die Kemtauer Straße wurde zwischen Berbisdorf und Eibenberg wegen Unbefahrbarkeit voll gesperrt.

Zäh voran ging es vor allem auf den Bundesstraßen 169, 174, 101, 175 und 95 - auf letzterer herrschte bis Mittag Schneekettenpflicht für Lkw.

Die Polizeidirektion Zwickau registrierte von 5 bis 15 Uhr 39 Unfälle. „Die Witterung führt aber höchstens zu einem punktuell höheren Unfall-Aufkommen. Viel öfter sind Unfälle Verschulden der Fahrzeugführer - wie durch erhöhte Geschwindigkeit“, sagt Polizeisprecherin Anett Münster (38).

Sie rät Verkehrsteilnehmern: „Passen Sie Ihre Geschwindigkeit unbedingt an die Witterung an.“

Für Donnerstag sind nochmals starke Schneefälle angekündigt. Thomas Hain (49), Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes: „Am Freitag und Samstag muss mit Temperaturen von -10 bis -15 Grad gerechnet werden.“


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