Sturmflutgefahr an der Ostsee! Neujahrsbaden abgesagt

Kiel/Hamburg - Der erste Tag des Jahres wird ungemütlich: An Nord- und Ostseeküste werden schwere Sturmböen erwartet. Teils droht sogar Sturmflutgefahr!

Am Neujahrstag stürzen sich mutige Schwimmer auf der Nordseeinsel Sylt ins eiskalte Wasser. (Archivbild)
Am Neujahrstag stürzen sich mutige Schwimmer auf der Nordseeinsel Sylt ins eiskalte Wasser. (Archivbild)  © DPA

Vereinzelt können auch orkanartige Böen auftreten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag mit. Besonders Inseln und exponierte Küstenabschnitte seien von den Orkanböen betroffen.

Wegen des Sturms wurden inzwischen das Neujahrsbaden in Kühlungsborn und auf Sylt abgesagt. Auch das Turmleuchten in Rostock-Warnemünde fällt wetterbedingt aus.

Auch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnt vor allem vor einer Sturmflut an der Ostseeküste. Die Behörde erwartet Wasserstände von 1,5 Metern über dem mittleren Wasserstand.

Der Grund für den starken Wind ist das Orkantief "Zeetje". Es kommt von Nordskandinavien herangezogen und trifft auf das Hoch "Ignatius". Dadurch entsteht ein starker Nordwestwind.

Das Tief "Zeetje" zieht schließlich über das Baltikum nach Russland ab. Im Norden bringt es am Mittwoch kühles, freundliches Wetter. In den kommenden Tagen müssen Autofahrer mit Glätte und Frost rechnen, sofern Schauer von Nord- und Ostsee heranziehen.

Der DWD rechnet damit, dass der Wind am Nachmittag einen ersten Höhepunkt erreichen wird. Ein zweiter Höhepunkt wird dann in der Nacht zu Mittwoch erwartet.

Ein Deich der nordfriesischen Hallig Langeneß wird während eines Orkans überspült. (Archivbild)
Ein Deich der nordfriesischen Hallig Langeneß wird während eines Orkans überspült. (Archivbild)  © DPA

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