Nach der Sturmflut: Ostseeküste stark verwüstet, jeder Schritt ist lebensgefährlich

Schwerin/Stralsund - Die erste Sturmflut des Jahres hat an weiten Teilen der Ostseeküste erhebliche Schäden verursacht. Das Betreten von Stränden und Steilküsten ist lebensgefährlich.

Der Zugang zur Seebrücke in Graal-Müritz wurde von der Sturmflut unterspült.
Der Zugang zur Seebrücke in Graal-Müritz wurde von der Sturmflut unterspült.  © Bernd Wüstneck/dpa

Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (59, SPD) erklärte in einer Mitteilung am Freitag: "Ich warne ausdrücklich davor, diese Strandabschnitte sowie die Steilküsten zu betreten. Diese sind sehr instabil."

Die Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt sollen laut Backhaus unverzüglich mit Sicherung der Dünen beginnen. "Es wird aber mehrere Tage dauern, bis die Gefahrenstellen beseitigt sind", so Backhaus weiter.

An fast allen Dünen an der Landesküste Mecklenburg-Vorpommerns sei Sand abgetragen worden. Die Dünen hätten bis zu zehn Meter an Breite verloren.

Vielerorts seien Dünenabschnitte abgebrochen und ins Meer gestürzt, so dass bis zu fünf Meter hohe Dünenkliffs entstanden. Dort könnte es zu weiteren Abbrüchen oder zu Abrutschungen kommen.

Während Rostock und Wismar vergleichsweise glimpflich davon kamen, hart es unter anderem das Ostseeheilbad Graal-Müritz (Landkreis Rostock) besonders schwer getroffen. Vor allem im Bereich der berühmten Seebrücke gab es Dünenabbrüche, die teils sieben bis neun Meter hoch sind. Doch trotz der erheblichen Schäden nimmt es die Bürgermeisterin Benita Chelvier (CDU) mit Humor. "Dazu ist eine Düne da", sagte sie gegenüber den Nordkurier.

Die Folgen der Sturmflut seien mit denen von 1995 und 2017 vergleichbar.

Menschen laufen auf einem Weg in Zempin am Meer entlang. Hier hat die Sturmflut ganze Küstenabschnitte abgetragen.
Menschen laufen auf einem Weg in Zempin am Meer entlang. Hier hat die Sturmflut ganze Küstenabschnitte abgetragen.  © Stefan Sauer/dpa

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

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