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Klinik schreibt Baby falsch! Sturmhorst heißt in Wahrheit...

Dresden - Der angebliche Name eines Dresdner Neugeborenen ging am Dienstagfrüh durch die Medien und Sozialen Netzwerke: "Sturmhorst Siegbald Torsten". Doch das Kind heißt ganz anders. Das Krankenhaus hatte sich auf seiner Homepage verschrieben.
Der "Sturmhorst" ist gestrichen.
Der "Sturmhorst" ist gestrichen.

Dresden - Der angebliche Name eines Dresdner Neugeborenen ging am Dienstagfrüh durch die Medien und Sozialen Netzwerke: "Sturmhorst Siegbald Torsten". Doch das Kind heißt ganz anders. Das Krankenhaus hatte sich auf seiner Homepage verschrieben.

Am Nachmittag teilte der Sprecher des Diakonissenkrankenhauses, Victor Franke, in einer offiziellen Stellungnahme mit:

"Bei der Weitergabe des Namens ist leider ein Fehler unterlaufen. Der in den Medien kommunizierte Name ist falsch und wurde von den Eltern nie vorgesehen. Der Vorstand der Diakonissenanstalt Dresden bittet die Eltern für diesen Fehler, vor allem wegen der daraus resultierenden negativen Berichterstattung, in aller Form um Entschuldigung.

Um eine weitere mediale Verbreitung zu unterbinden und die Persönlichkeitsrechte des Kindes zu schützen, haben wir das Foto von unserer Babygalerie-Seite entfernt. (...)"

Die Mitteilung lässt einige Fragen offen, telefonisch ist die Pressestelle nicht zu erreichen. Fest steht: Die Klinik selbst veröffentlichte den Namen "Sturmhorst Siegbald Torsten" und ein Bild vom Baby. MOPO24 liegt der Screenshot der Seite von gegen 10 Uhr vor. Der Versuch der Klinik in Formulierungen die Schuld über falsche Berichterstattung den Medien zuzuschrieben, ist unfair.

Im Internet (vor allem bei Twitter und Facebook) wurde der Name des Babys heftig diskutiert und mit rechtem Gedankengut in Zusammenhang gebracht. Auch dazu sagt der Sprecher des Krankenhauses: "Den Eltern ist es wichtig zu betonen, dass Ihnen jegliches rechtextremes Gedankengut fernliegt. In Anbetracht der negativen Berichterstattung – zum Teil mit Veröffentlichung des Fotos des Babys – bitten wir Sie, den Fehler zugunsten der Eltern richtigzustellen."

Hiermit geschehen.

Am Nachmittag gab auch die Stadt Dresden eine Presseerklärung heraus, denn mittlerweile gab es sogar Anfragen von Medien aus Österreich und der Schweiz, ob der Namen denn überhaupt erlaubt sei.

Stadtsprecher Kai Schulz schrieb: "Es handelt sich um einen Schreibfehler im Vornamen Sturmhorst, welcher in die Babygalerie des Diakonissenkrankenhauses aufgenommen wurde und der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Kind wurde durch das Standesamt Dresden mit den Vornamen Sturmhart Siegbald Torsten beurkundet."

Im Übrigen seien Eltern bei der Vergabe von Vornamen extrem frei. lm Zweifelsfall werden sie an die Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden, an den Namen-Service Leipzig oder die Namensberatungsstelle der Universität Leipzig verwiesen, um dort ein Gutachten über die Eintragungsfähigkeit des jeweiligen Vornamens ausstellen zu lassen.

Abgelehnt wurde in letzter Zeit nur die Eintragung des Vornamens "Pfefferminza".

Der Screenshot der Homepage beweist, dass das Krankenhaus selbst den falschen Namen des Babys in die Welt gesetzt hat.
Der Screenshot der Homepage beweist, dass das Krankenhaus selbst den falschen Namen des Babys in die Welt gesetzt hat.

Fotos: Screenshots Homepage Diakonissenkrankenhaus Dresden

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