Sturm stoppt Züge und Fähren im Norden: Doch das ist erst der Anfang

Hamburg - Wie auf Knopfdruck schaltet das Wetter an diesem Wochenende von Sommer auf Sturm. Das Sturmtief "Elena" schickte schon am Freitag erste schwere Windböen nach Norddeutschland und Skandinavien.

Rettungskräfte bergen einen verletzten Fahrgast bei Oyten (Niedersachsen), nachdem ein Regionalzug gegen einen Baum geprallt war.
Rettungskräfte bergen einen verletzten Fahrgast bei Oyten (Niedersachsen), nachdem ein Regionalzug gegen einen Baum geprallt war.  © DPA

Auf der Zugstrecke Bremen-Hamburg prallte ein Metronom gegen einen umgestürzten Baum. Ein Passagier in einem Rollstuhl wurde durch den Zug geschleudert und schwer verletzt, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte.

Die 200 Fahrgäste wurden mit einem Ersatzzug zurück nach Bremen gebracht. Die Deutsche Bahn sperrte wegen eines umgeknickten Baums zudem die Strecke Bremen-Hamburg.

Im Hamburger Hafen fiel wegen des Sturms ein Stapel Schiffscontainer um. Einer davon drückte auf einen Lastwagen, dessen Fahrer erst nach einer Stunde aus dem Führerhaus befreit werden konnte. Die Menschen auf Helgoland blieben durch den Sturm vom Festland abgeschnitten, weil keine Fähre fuhr. Die Stadt Potsdam sagte wegen des drohenden Unwetters das für Freitagabend geplante Friedensfest mit Ständen auf dem Platz der Einheit ab.

Für Deutschland sei der Sturm am Freitag "nur ein leichtes Vorgeplänkel von dem, was uns am Sonntag ins Haus steht", erklärte Julia Fruntke vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Samstag steuere am Sonntag ein weiterer, deutlich kräftigerer Sturm auf Deutschland zu.

Das neue Sturmtief - das dann "Fabienne" heißen wird - werde am Sonntagabend über der Mitte des Landes erwartet, sagte die Meteorologin.

Aber auch der Norden werde vom Wind getroffen, insbesondere an der Nordseeküste besteht ab Sonntagabend wieder Gefahr.


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