"Nachwehen" des Sturmtiefs: "Heinz" hat Deutschland kräftig durchgepustet

Aurich - Die Folgen des anhaltend stürmischen Wetters in Schleswig-Holstein und Hamburg machen sich vor allem im Verkehr bemerkbar. Sturmtief "Heinz" scheint langsam abzuziehen.

Ein umgekippter Anhänger liegt quer auf einer Bundesstraße in Schleswig-Holstein.
Ein umgekippter Anhänger liegt quer auf einer Bundesstraße in Schleswig-Holstein.  © Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

Nachdem am Freitag zunächst ein Anhänger aufgrund einer Sturmböe auf einer Bundesstraße im schleswig-holsteinischen Osteel umgekippt war, kam es am heutigen Samstag bisher nur zu kleineren Einsätzen.

Ein Sprecher der Feuerwehr Hamburg erklärte, dass es zwar bereits 10 sturmbedingte Einsätze gegeben hätte. Größtenteils hätte es sich dabei aber um "Nachwehen" des Sturms gehandelt, bei denen Dächer geräumt oder abgeknickte Baumteile entfernt und gesichert werden mussten.

Es gab scheinbar kaum neue, größere Vorfälle. Glücklicherweise wurden gestern wie heute keine Verkehrsteilnehmer oder andere Personen verletzt oder geschädigt, erklärt eine Beamtin der Polizei in Schleswig-Holstein.

Wo gestern noch der Anhänger mit großflächigem Planenaufbau von einer starken Sturmböe erfasst, herumgerissen und auf die Fahrbahn geschleudert wurde, flogen heute eher Äste oder kleine Baumteile bei starkem, aber nicht orkanartigem Wind, umher.

Die Polizei weist in Anbetracht des Anhänger-Unfalls auf die besonderen Gefahren beim Fahren mit Anhänger während eines Sturms hin.

Sturmtief Heinz sorgte vor allem gestern für Behinderungen im Verkehr auf Schiene und Straße.
Sturmtief Heinz sorgte vor allem gestern für Behinderungen im Verkehr auf Schiene und Straße.  © Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

Einen schwerwiegenderen Vorfall gab es dennoch: Ein Regionalzug war bei Sörup im Kreis Schleswig-Flensburg in einen auf den Gleisen liegenden Baum gefahren. Verletzt wurde bei dem Unfall auf der Bahnstrecke zwischen Kiel und Flensburg niemand, wie die Bundespolizei am Samstag mitteilte.

Zum Unfallzeitpunkt am Freitagabend waren den Angaben zufolge 14 Passagiere im Zug. Der Streckenabschnitt musste gesperrt werden, bis der teilweise unter dem Zug verkeilte Baum entfernt und die Bahn auf Schäden untersucht wurde.

Laut Bundespolizei blieb der Zug aber fahrbereit. Wegen des Vorfalls kam es zu Verspätungen, zwei Züge fielen komplett aus und die Bahnstrecke war etwa anderthalb Stunden gesperrt.

Auch bei Bordelum im Kreis Nordfriesland fiel ein Baum auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Westerland und Hamburg. Wegen der Streckensperrung während der Aufräumarbeiten kam es laut Bundespolizei auch dort zeitweise zu Verspätungen und Teilausfällen.

Im Hamburg-Rahlstedt stürzte ein weiterer Baum auf die Oberleitung der Bahnstrecke Hamburg-Lübeck. Der Bahnverkehr musste gestoppt werden. Ein vollbesetzter Zug musste für geraume Zeit halten und schließlich evakuiert werden. Die Passagiere konnten ihren Weg erst mit Ersatzbussen fortsetzen. Die Feuerwehr rückte an, um den Baum zu entfernen, allerdings ist noch nicht klar, wie groß die Schäden an der Oberleitung sind.

Außerdem drohte in Hamburg am Freitagnachmittag die Wand einer Industriehalle einzustürzen, weshalb Feuerwehr und THW anrückten. Die Wand musste zunächst durch die Drehleiter der Feuerwehr abgestützt werden, bevor Spezialisten beraten konnten, wie sie endgültig gesichert wird. Auch bei Bordelum (Kreis Nordfriesland) fiel ein Baum auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Westerland und Hamburg.

Wegen der Streckensperrung während der Aufräumarbeiten kam es laut Bundespolizei auch dort zeitweise zu Verspätungen und Teilausfällen.Auch bei Bordelum (Kreis Nordfriesland) fiel ein Baum auf die Gleise der Bahnstrecke zwischen Westerland und Hamburg. Wegen der Streckensperrung während der Aufräumarbeiten kam es laut Bundespolizei auch dort zeitweise zu Verspätungen und Teilausfällen.

Im Laufe des Samstags gelang die endgültige Sicherung des Gebäudeteils. Einsturzgefahr droht nicht mehr, gab es Polizeisprecher zu verstehen.

Titelfoto: Polizeiinspektion Aurich/Wittmund

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