Brutaler Widerstand im Flüchtlingsheim: 30 Haftbefehle beantragt

Aalen - Sie sollen sich aggressiv verhalten, Fenster eingeschlagen und die Konfrontation gesucht haben. Nach heftigen Protesten gegen einen Polizeieinsatz im Flüchtlingsheim Donauwörth hat die Staatsanwaltschaft gegen 30 Bewohner Haftbefehle beantragt.

Die Polizeibeamte hatten die heftige Konfrontation nicht erwartet.
Die Polizeibeamte hatten die heftige Konfrontation nicht erwartet.  © DPA

"Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft Augsburg besteht der dringende Tatverdacht des Landfriedensbruchs", teilte das Polizeipräsidium in Augsburg mit.

Die Vorführung der überwiegend aus Gambia stammenden Flüchtlinge bei den Haftrichtern werde voraussichtlich bis in die Abendstunden des Donnerstags dauern, sagte ein Polizeisprecher.

Einige Haftbefehle seien bereits erlassen worden. Am Mittwoch war es in der Aufnahmeeinrichtung in Nordschwaben zu Widerstandsaktionen der Bewohner gekommen, nachdem die Polizei einen Flüchtling wegen einer geplanten Abschiebung abholen wollte.

Die Beamten mussten zunächst abziehen und später mit Verstärkung der Bereitschaftspolizei zurückkehren. Insgesamt wurden 32 Männer vorläufig festgenommen.

Die zwei Bewohner, gegen die kein Haftbefehl beantragt wurde, kamen später in andere Wohnheime.

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