Terror-Detektor: So sucht die Polizei jetzt nach islamistischen Gefährdern

Lässt nun mit neuen Methoden nach islamistischen Gefährdern suchen: Landeskriminaldirektor Klaus Ziwey.
Lässt nun mit neuen Methoden nach islamistischen Gefährdern suchen: Landeskriminaldirektor Klaus Ziwey.  © DPA

Stuttgart - Bei der Suche nach islamistischen Gefährdern werfen die Sicherheitsbehörden im Südwesten auch einen Blick auf schwere Straftaten von jungen Flüchtlingen.

Mit einem seit ein paar Monaten einsetzbaren Fragebogen namens "Radar-iTE" konnten bereits mehrere Menschen entdeckt werden, die bislang durch das traditionelle Raster der islamistischen Gefährder gefallen sind. Wie viele es genau waren, wollte Landeskriminaldirektor Klaus Ziwey in Stuttgart nicht verraten. Insgesamt gebe es eine hohe zweistellige Zahl an Gefährdern im Land.

Das System "Radar-iTE" wird personenbezogen eingesetzt. Es kann immer dann zum Zuge kommen, wenn eine Mindestmenge an Informationen über einen Menschen vorliegt. "Radar" soll die Bewertung des Gefahrenpotenzials objektivieren und den Blick auf solche Gefährder schärfen, von denen ein besonders hohes Risiko ausgeht.

Seit gut einem Jahr würden nun schrittweise mehrere hundert zumeist alte Fälle überprüft. "Dabei stehen massive Gewalttaten im Fokus." Es werde jede Akte noch einmal in die Hand genommen, um ein mögliches Dunkelfeld zu erhellen. "Die Verhinderung eines Anschlags ist unser oberstes Ziel", erklärte Ziwey.

Titelfoto: DPA


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