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"Moderne Sklaverei"? Junge Leute haben keinen Bock auf die Lok

Laut Gewerkschaft fehlen 1200 Lokführer in Deutschland: Arbeitsbedingungen unattraktiv?

Bei den Lokführern fehlt der Nachwuchs. Umso mehr, seitdem Wettbewerb auf der Schiene herrscht.

Stuttgart - Immer weniger junge Leute haben Bock auf die Lok! Nach Angaben der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) fehlen in Deutschland 1200 Lokführer.

Unter anderem Schichtdienste machen den Job des Lokführers unattraktiv. (Symbolbild)
Unter anderem Schichtdienste machen den Job des Lokführers unattraktiv. (Symbolbild)

"Hinzu kommt, dass viele Lokführer zwischen 50 und 65 Jahre alt sind und bald in den Ruhestand gehen", sagt GDL-Bezirkschef Lutz Bächert, der für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland zuständig ist. Um die wenigen Lokführer wird zwischen den Eisenbahnunternehmen mit harten Bandagen gerungen.

In Baden-Württemberg bekommt die Deutsche Bahn (DB) im Personennahverkehr auf der Schiene im Stuttgarter Netz Konkurrenz - die deutschen Töchter des niederländischen Unternehmens Abellio und der britischen Firma Go-Ahead. Zusammen brauchen sie mehr als 300 Lokführer. Noch hat die DB Übergangsverträge, 2019 steht der Betreiberwechsel an.

Die DB deckt nach eigenen Angaben ihren Personalbedarf ab - mit mehr als 1000 neuen Lokführern im vergangenen Jahr und mit ebenso vielen im laufenden Jahr. Ein Sprecher schränkt das aber regional ein: "In Baden-Württemberg ist das aufgrund der guten Beschäftigungslage für uns mit gewissen Anstrengungen verbunden, was Recruitingmaßnahmen und Personalmarketing angeht."

Auch die rund 900 Schienensuizide im Jahr schrecken Bewerber ab. (Symbolbild)
Auch die rund 900 Schienensuizide im Jahr schrecken Bewerber ab. (Symbolbild)

Dem Vernehmen nach ist die Lage für den ehemaligen Monopolisten weit schwieriger als offiziell verlautbart. Die DB versuche mit allen Mitteln zu verhindern, dass ihre Lokführer zur Konkurrenz abwandern.

Ihr Ziel sei es, konzernintern Lücken zu schließen. Da werde gegen die Konkurrenz gehetzt und fälschlicherweise behauptet, ihre Leistungen für die Beschäftigten seien schlechter.

"Da die Bahn zum Beispiel bei der Stuttgarter S-Bahn massive Personalengpässe hat, lässt sie kein gutes Haar an den Arbeitsbedingungen bei der Konkurrenz", sagt Gewerkschafter Bächert. Nicht von ungefähr ist am kommenden Dienstag ein runder Tisch im Verkehrsministerium mit Vertretern der DB und deren Wettbewerbern sowie Gewerkschaftern anberaumt - Thema ist der Umgang mit dem Personalmangel.

Der DB-Sprecher schildert das Verhältnis zur Konkurrenz allerdings viel besser. Man vermittle sogar zwischen Personal, das überzählig werde und in Stuttgart bleiben wolle, und den Wettbewerbern.

Die Bahn hat bei der Stuttgarter S-Bahn massive Personalengpässe, so die GDL. (Archivbild)
Die Bahn hat bei der Stuttgarter S-Bahn massive Personalengpässe, so die GDL. (Archivbild)

Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit zeigen, dass die Nachfrage das Angebot bei Weitem übersteigt.

Bei Lokführern entfallen zwei Stellen auf einen Arbeitsuchenden - im Bund wie im Land. 175 Tage bleibt im Südwesten eine Stelle vakant, bevor sie besetzt werden kann. Im Bund sind es sogar 191 Tage.

Warum interessieren sich so wenige junge Menschen für den Beruf? Rainer Thumann, Sprecher von Abellio, zufolge hat Ex-Bahn-Chef Rüdiger Grube dazu beigetragen. Er habe gesagt, dass bis 2025 Züge ohne Personal fahren könnten - und damit potenziellen Nachwuchs abgeschreckt.

Thumann hält Grubes Prognose für falsch: "Wir sehen in den nächsten 20 Jahren nicht, dass man im Nahverkehr komplett ohne Triebfahrzeugführer auskommt."

Gewerkschafter Bächert sieht vor allem den Stress als Grund für den fehlenden Nachwuchs. "Die Mitarbeiter werden ausgepresst, wie es nur geht - das ist moderne Sklaverei."

Im Stuttgarter Netz brauchen die Bahn-Konkurrenten Abellio (Archivbild) und Go-Head über 300 Lokführer.
Im Stuttgarter Netz brauchen die Bahn-Konkurrenten Abellio (Archivbild) und Go-Head über 300 Lokführer.

Unregelmäßige Schicht- und Wochenendarbeit sowie die Arbeitsverdichtung seien keine attraktiven Perspektiven für potenzielle Bewerber.

"Die Wertschätzung hat einen Tiefstand erreicht", resümiert der ehemalige Lokführer. Auch die DB hat die Problematik der Schichten erkannt. "Sie passen nicht in jede Lebensplanung", meint der DB-Sprecher. An Verbesserungen arbeite man. Auch die etwa 900 Suizide jährlich auf dem deutschen Streckennetz wirkten abschreckend, sagt Bächert. "Jeder Lokführer kommt statistisch einmal im Berufsleben dran.".

Go-Ahead-Sprecher Erik Bethkenhagen bedauert, dass dem Beruf die gesamtgesellschaftliche Anerkennung abhandengekommen sei - dabei bringe er eine ähnliche Verantwortung mit sich wie der eines Piloten. "Unpünktlichkeit und Ausfälle nagen am Image der Lokführer, obwohl sie nichts dafür können."

Dass Lokführer sich immer seltener durch ihre Uniform zu erkennen geben - wie Gewerkschafter Bächert sagt - sei schade. "Wir müssen wieder dahinkommen, dass ein Lokführer in seiner Uniform mit Stolz durch seinen Heimatort geht."

Fotos: DPA

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