Bahn berät sich zu ungeheuerlichem Kostenanstieg bei Stuttgart 21

Wird wesentlich teurer als geplant: Das Großbauprojekt Stuttgart 21. Am Mittwoch berät die Bahn darüber.
Wird wesentlich teurer als geplant: Das Großbauprojekt Stuttgart 21. Am Mittwoch berät die Bahn darüber.  © DPA

Stuttgart - Im Zeichen neuer Kostensteigerungen beim Milliardenprojekt Stuttgart 21 treffen sich die Bahn-Aufsichtsräte am heutigen Mittwoch um 10 Uhr in Berlin zu ihrer Sitzung.

Auf Grundlage des vom Bahnvorstand in Auftrag gegebenen Gutachtens der Wirtschaftsberatungsgesellschaft PwC und der Ingenieurgruppe Emch+Berger beraten sie über die Termin- und Kostensituation des Vorhabens. Demnach wird die Neuordnung des Stuttgarter Bahnknotens womöglich bis zu 7,6 Milliarden Euro kosten und drei Jahre später, also im Jahr 2024, in Betrieb gehen.

Die Projektpartner der Bauherrin Bahn hatten bereits klar gestellt, auch bei dieser Steigerung um weitere 1,1 Milliarden Euro nicht einen Cent über die zugesagten Summen hinaus zu zahlen. Mit 930 Millionen Euro ist das Land größter Baupartner der Bahn. Es sieht ebenso wie die Stadt Stuttgart Bund und Bahn in der Pflicht.

Entscheidungen, die die neuen Entwicklungen erforderlich machen könnten, werden erst bei einer Sondersitzung der Kontrolleure im Januar getroffen.

Im März 2013 hatte der Aufsichtsrat nach einem Kostensprung von 4,5 auf 6,5 Milliarden Euro grünes Licht für den Weiterbau des Projekts gegeben.

Titelfoto: DPA


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