Puppen mit Kopftüchern in diesem Kaufhaus? Das schmeckt der AfD gar nicht

Die Kopftuch-Mode im Breuninger Stuttgart soll von einer Japanerin stammen und den 1950er und 1960er Jahren Hollywoods nachempfunden sein.
Die Kopftuch-Mode im Breuninger Stuttgart soll von einer Japanerin stammen und den 1950er und 1960er Jahren Hollywoods nachempfunden sein.  © Patrick Hyslop

Stuttgart - In den Schaufsenstern vom Modehaus Breuninger stehen besondere Puppen, die sich von den anderen in einem kleinen, aber feinen Detail unterscheiden: Sie tragen Kopftücher. AfD- Bundestagsabgeordneter Lothar Maier aus Stuttgart geht dies gehörig gegen den Strich.

Wie die Stuttgarter Nachrichten am Donnerstagabend berichten, würden laut Maier diese Stücke Stoff auf den Puppen wohl ausreichen, um ein Politikum zu verursachen, nämlich eine Islamisierung stattfinden.

Auf der Internetseite "PI News- Politically Incorrect" steht beispielsweise, dass sich das Modehaus in Stuttgart nun wohl auf einem "Islamisierungskurs" bewege.

Lothar Maier habe daraufhin reagiert, um sich auf seiner Facebook-Seite mit den Breuninger-Schaufensterpuppen ins Bild zu bringen, wo zu lesen ist: „Eine Islamisierung findet nicht statt. Aber Frauen sollen schon einmal ein Kopftuch beim Breuninger kaufen.“

Daraufhin habe Christian Witt, ein Sprecher von Breuninger mit Unverständnis reagiert, da die Kopftücher keinen Bezug zum Islam hätten und lediglich der Modekampagne einer japanischen Stylistin entsprechen würden.

Obendrein würde die Grundidee der Stylistin zu den Kopftüchern aus den 50er und 60er Jahren Hollywoods stammen.

Kopftücher sind ein altes Mode-Accessoire, die in der europäischen Geschichte fest verwurzelt sind. (Symbolbild)
Kopftücher sind ein altes Mode-Accessoire, die in der europäischen Geschichte fest verwurzelt sind. (Symbolbild)  © DPA

Titelfoto: Patrick Hyslop


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0