Diesel-Skandal: 120.000 Daimler müssen zur Prüfung

Stuttgart - Beim Autobauer Daimler müssen nach einem Zeitungsbericht voraussichtlich rund 120.000 Dieselfahrzeuge auf mögliche unzulässige Abschalteinrichtungen der Abgasreinigung untersucht werden.

Die betroffenen Motoren stammen von Renault, wurden von Daimler weiterentwickelt. (Symbolbild)
Die betroffenen Motoren stammen von Renault, wurden von Daimler weiterentwickelt. (Symbolbild)  © DPA

Dabei handele es sich um weltweit rund 40.000 Dieselmotoren im "Vito" und 80.000 in der "C-Klasse", wie die "Bild am Sonntag" berichtete.

Die Motoren stammten vom französischen Hersteller Renault und seien von Daimler weiterentwickelt worden. Ein entsprechendes Software-Update solle bereits zur Prüfung beim KBA vorliegen, schreibt das Blatt.

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte Daimler bereits am vergangenen Donnerstag aufgefordert, rund 5000 Fahrzeuge des Typs "Vito" mit Dieselmotor für ein Software-Update zurückzurufen. Nach Ansicht der Behörden hat Daimler die Abgasreinigung bei Diesel-Fahrzeugen manipuliert. Daimler sieht das anders und hat Widerspruch gegen den KBA-Bescheid angekündigt.

Der Konzern wehrt sich gegen Vorwürfe, bei der Abgasreinigung getrickst zu haben. Die Auffassung des KBA, dass die spezifische Programmierung von zwei Funktionen in der Motorsteuerung nicht den geltenden Vorschriften entspreche, werde man notfalls auch vor Gericht klären lassen, bekräftigte ein Sprecher am Wochenende.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat Daimler-Chef Dieter Zetsche für diesen Montag ins Ministerium einbestellt. Zetsche hatte kurz nach Bekanntwerden des Abgasskandals bei Volkswagen betont, dass es in seinem Hause keine illegalen Abgas-Manipulationen gebe.

40.000 Dieselmotoren im Mercedes Vito sind betroffen.
40.000 Dieselmotoren im Mercedes Vito sind betroffen.  © DPA

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0