Unterdrückung der Frau? Linke Gruppe will gegen "das Patriarchat" demonstrieren

Stuttgart - Mit martialischen Worten kündigt das "Frauenkollektiv Stuttgart" für den Internationalen Frauentag am 8. März (16.30 Uhr) eine Kundgebung auf dem Schlossplatz an.

Ab 16.30 Uhr wollen die Aktivisten auf dem Schlossplatz Präsenz zeigen. (Symbolbild)
Ab 16.30 Uhr wollen die Aktivisten auf dem Schlossplatz Präsenz zeigen. (Symbolbild)  © DPA

In der Mitteilung, die auf der unter Linksextremen beliebten Webseite Indymedia erschienen ist, heißt es beispielsweise: "Frauen verrichten noch immer einen Großteil der Reproduktionsarbeit, werden schlechter als die männlichen Kollegen bezahlt und sind im Alltag mit sexualisierter Gewalt und sexistischer Degradierung konfrontiert."

Neben Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen geht es den Aktivisten auch um das gesellschaftliche Klima. Sie schreiben von einem "Rückwärtstrend", "der vor allem von rechten und konservativen Parteien und Bündnissen vorangetrieben wird".

Frauen sollten sich demnach wieder "ganz der Familie, deren Fürsorge und dem Haushalt widmen, dem Mann wird die Rolle des starken Ernährers und Versorgers zugeschrieben".

Nur Shirts mit feministischen Parolen zu tragen oder feministische Tweets abzusetzen, reiche laut "Frauenkollektiv Stuttgart" nicht aus: "Klar muss sein, dass wir unsere Ziele nur gemeinsam erreichen. Und nur zusammen können wir den Kampf gegen das Patriarchat aufnehmen, führen und ihn letztendlich auch gewinnen."

Nach dem Willen der Aktivisten sollten Frauen am 8. März "die Hausarbeit, Care-Arbeit und alle anderen familiär und gesellschaftlich auferlegten Aufgaben ruhen (...) lassen". In einem Facebook-Beitrag sind die Mitglieder der Gruppe dabei zu sehen, wie sie "Transparente, Schilder und alles was für die Demo und den Streik gebraucht wird" basteln.

Laut der Stadt Stuttgart sind für die politische Kundgebung 500 Menschen angemeldet worden. Zunächst steht ein Aufzug vom Schlossplatz zum Marktplatz an. Demo und Kundgebung dauern von 16.30 bis 18.40 Uhr, so ein Pressesprecher gegenüber TAG24. Wie viele am 8. März dann tatsächlich gegen die angebliche "Männerherrschaft" ankämpfen? Das bleibt abzuwarten.

Titelfoto: DPA

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