Demonstranten gehen bei Kundgebung in Stuttgart auf Polizisten los

Stuttgart - Bei einer Kundgebung gegen geplante Verschärfungen des baden-württembergischen Polizeigesetzes in der Stuttgarter Innenstadt ist es zu einer Auseinandersetzung zwischen Demonstranten und Einsatzkräften der Polizei gekommen.

Die Polizisten waren in voller Montur mit Schutzwesten und Helmen ausgestattet. (Symbolbild)
Die Polizisten waren in voller Montur mit Schutzwesten und Helmen ausgestattet. (Symbolbild)  © DPA

Wie die Polizei am frühen Samstagabend mitteilte, versammelten sich mehrere Hundert Teilnehmer gegen 12 Uhr zur Auftaktkundgebung in der Lautenschlagerstraße.

Nach einem Marsch durch die Stadt, bei der laut Polizei von den insgesamt 1000 Teilnehmern vereinzelt immer wieder Pyrogegenstände gezündet worden seien, sollte die Schlusskundgebung am baden-württembergischen Justizministerium auf dem Schillerplatz erfolgen.

Als der Demozug gegen 14.15 Uhr auf den Platz einbog, rannten Teile eines schwarzen Blocks zielgerichtet gegen die mit Helmen und Schutzwesten ausgestatteten Einsatzkräfte vor dem Ministerium und drängten sie gegen die Gebäudewand, so die Polizei. Auch Flaschen und Farbbeutel sollen aus der Menge geflogen sein.

Im Gedränge wurden Beamte vereinzelt getreten, Demonstranten sollen unterhalb der Gürtellinie mit Holzstangen nach den Polizisten gestochen haben.

Ein 63-jähriger Teilnehmer der Versammlung erstattete nach dem Ende der Kundgebung Anzeige und gab an, von einer Beamtin mit der Faust in den Bauch geschlagen worden zu sein. Die Polizistin wiederum stellte den Sachverhalt so dar, dass sie sich lediglich verteidigt hätte, als der Mann ihr das dienstliche Pfefferspray entreißen wollte.

Insgesamt wurden bei den Tumulten mindestens zwei Einsatzbeamte leicht verletzt, schreibt die Polizei Stuttgart.

Titelfoto: DPA

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