Immer mehr arme Kinder durch Zuwanderung

Die Zahl der ausländischen Hartz-IV-Kinder ist in Stuttgart binnen eines Jahres um 30 Prozent gestiegen. (Symbolbild)
Die Zahl der ausländischen Hartz-IV-Kinder ist in Stuttgart binnen eines Jahres um 30 Prozent gestiegen. (Symbolbild)  © DPA

Stuttgart - Die Zahl der Kinder, die in Armut leben, hat stark zugenommen. Grund dafür: Die Zuwanderung von Flüchtlingen.

Das berichten die Stuttgarter Nachrichten. Dabei bezieht sich die Zeitung auf zwei Studien. Zum einen auf eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung, wonach die Zahl armer Kinder gestiegen ist. Von 14,3 (2011) auf 14,7 Prozent (2015). Allerdings wurde dabei nicht zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden.

Das geschah nach Angaben der Zeitung in einer zweiten Studie, diesmal von der Hans-Böckler-Stiftung. In der kommt laut Stuttgarter Nachrichten der Sozialwissenschaftler Eric Seils zu dem Schluss, dass die Armutsquote bei Kindern ohne Migrationshintergrund sogar gesunken ist. Genauer: Im Bundesschnitt waren 2014 noch 13,7 Prozent der Kinder von Armut betroffen, dann 13,5 (2015) und schließlich 13,3 Prozent (2016).

Selbst bei den in Deutschland geborenen Kindern mit Migrationshintergrund war das Armutsrisiko demnach gesunken, von 28,9 auf 28,2 Prozent. Nach Angaben der Zeitung zieht Eric Seils das Fazit: „Der Anstieg der Kinderarmut geht seit dem Jahr 2012 ganz überwiegend auf die Flüchtlingseinwanderung zurück und ist an den einheimischen Kindern spurlos vorübergegangen.“

Das lasse sich laut Zeitung am Beispiel Stuttgart belegen. Demnach waren im Juni dieses Jahres beim Jobcenter 12.832 Kinder im Hartz-IV-Bezug gemeldet, davon etwa 4800 mit ausländischem Pass. Und genau diese Gruppe sei rapide angestiegen. Von 3700 Kindern Mitte 2016 auf jetzt 4800. Ein sattes Plus von 30 Prozent also.

Ebenso sei die Zahl von Ausländern, die Hartz IV beziehen, stark gewachsen. Da die Asylverfahren von immer mehr Flüchtlingen abgeschlossen seien, bekämen sie keine Hilfe nach dem Asylbewerberleistungsgesetz mehr, sondern Hartz IV. Somit sei in Stuttgart die Kinderarmutsquote von 13,3 (2015) auf 14,7 Prozent gestiegen.

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